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Ludwig. Bei Gott —
Lravc. Keine Betheurnng — Ueberzeugung I — Ich
sollte heute schärfer prüfen, als je — und es ist möglich, daß ichIhnen doch leichter glaube — weil ich Ihnen so gern glaubenmöchte.
Ludwig. Mich dünkt, schon dadurch, daß ich Ihnen nunalle meine Verlegenheit entdecke habe, hätte ich nicht gemeines Zu-trauen bewiesen.
(Lravc. Das ist etwas, das würde ich gelten lasten,
) aber —
^Ludwig. Mer?
Lravc. Sie wollten Geld von mir haben, das entkräftetalles. — Junger Mann — weinen möchte ich über Sie! SolcheAnlagen — und Sie benutzen sie nicht. —
Ludwig. Manches Gute entwickelt sich nur mit der Zeit,und wird durch Erfahrung bestätigt.
Lravc. Das ist noch meine einzige Hoffnung: theureErfahrung werde es Ihnen bald deutlich zeigen, Ihr Weg sey derrechte nicht! Aber es ist Zeit! Sie find in den Jahren, worinSie auf eine Laufbahn denken müssen.
Ludwig. Da kommen Sie auf den Punkt, um destent-willen ich hier bin. Ich fühle mich mehr als je gedrungen, au«dieser Unbestimmtheit heraus zu gehen —
Lravc. Wohl Ihnen!
Ludwig. Mich um ein Amt zu bewerben!
Lravc. Endlich einmal! Ich bin deßhalb mit IhremBruder so wenig zufrieden, als bisher mit Ihnen. — Nundas freut mich! Es kann Ihnen nicht fehlen — denn wahrlich,Ihrem Kopfe mangelt das nicht, wovon ich manchmal glaubenmuß, daß es so hier und da — Ihrem Herzen abzugehen scheint.