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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
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Ludwig (mit Zwang). Sic find immer sehr gütig mit mirumgegaiigcn davon bin ich überzeugt

Drave (freundlich). Ach das ist nicht der Fall!

Ludwig. Wie?

Drave. Davon sind Sie nicht überzeugt

Ludwig. Sehn Sie versichert, daß

Drave. Sie können das, was ich für Sie lhue, nichtübersehen, nicht wissen, warum ich es thue, also auch nichtschätzen, wie ich es thue. Es thut mir leid, oft wehi Aber ichbin Ihnen deßhalb nicht seind. Sie kennen die Welt nichtgute Anlage, aber gemißbraucht von bösen Gesellschaften; übel-geordnete L-ktüre, und Forderung auf Grundsätze, die niemandenwohl thun, selren anpassen das ist Ihr Unglück! Siesehen, ich halte Sie nicht für böse; aber daraus muß ich dochdringen, daß Sie diese Dinge ablegen, und ein fester, geordneterMann werden.

Ludwig. Freilich wohl.

Drave. Was bewegt Sie nur dazu, Sich vor mir zu ver-bergen ? lieber Jugendsehler, wenn Sie nicht ausarten, schmäheich nicht, Schwachheiten kann ick übersehen aber Veistellungdas ist wahr, die kann ich nicht leiden, die

Ludwig- Ich Hesse nickt, daß Sie glauben, Sie wärenmit mir in diesem Falle?

Drave. Hm!

Ludwig. Wie?

Drave. Ueberzeugen Sie mich, daß es nicht so ist; Sieleisten mir einen Dienst.

Ludwig. Wie kann ich das, da ich das Unglück habe,allezeit von Ihnen gemißdmtrt zu werden?

Drave (warm). Ueberzeugen Sie mich, daß Sie es mit mirund meinem Hause redlich meinen.