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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
293
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Kanzler. Was die Leute in den Stuben reden, effek-tuirt nichts.

Sekretär. Aber die Journale —

Kanzler. Schimpfen allmählig so entsetzlich aus alles, daßes keine Impression mehr macht.

Sekretär. Der Gebeimerath Strahlheim — seine Patrio-tismusphantasien —

Lanz ler. Er ist zu jung, hat kein Gewicht. Macht Gedichteund Schauspiele, hat daher keinen ?iäeni.

Sekretär. Er scheint dem Fürsten immer mehr zu be-hage».

Kanzler. HmI bei der Tafel.

Sekretär. Er hat sich letzt eine Stunde allein mit ihmunterhalten.

Kanzler. Unser gnädigster Herr sind in Jahren. Siegehen nicht aus der Observanz und nehmen nichts aus demKollegiengange. Durch den und gehörige Kälte find alle Neue-rungen leicht zu ertödten. Was in der Konversation vorsällt —ist ein todter Buchstabe.

Sekretär. Ich fürchte doch —

Kanzler. Nun, wenn denn die Sachen so stehen, daß Siedoch noch etwas fürchten, wie kann denn nach Ihrer Meinungalles, alle« vortrefflich gehen?

Sekritär. Ich wollte Drave nicht aus dem Lande treiben.Stach meiner Meinung sollte er bloß geschreckt werden, vieles ver-lieren, entkräftet, gedemüthigt, unschädlich werden; durch IhrenSchutz einen Vergleich machen, etwas rette», und Ihnen zurDankbarkeit den Garnhandel vbtreten, davon Sie sicher jährlichviertausend ReichSihaler reinen Gewinn machen würden I

Kanzler. Pah I das wäre ins Kleine gehandelt. Mit Gott