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Kauzler Das muß er, denn Brooks Gläubiger werden
ungestüm. Dazu hat her Jude Nathan die gehörigen Ordres.
Auch find es Ehrenschulden, die er und Drave unter dem Vor-wände der Minorennität nicht streichen werden. Es fragt sich uur,ob Drave das Geld wird auftreiben können?
Sekretär. Nein. Denn er hat seit einiger Zeit verloren,und man traut ihm nicht mehr.
Kanzler. Gut. Da ließe sich dann des Menschen Fallisse-ment erzielen. Daran liegt mir aber nichts. Ich will, daß man
ihn für ein bedenkliches, gefährliches Subjekt halte.
Sekretär. Bei dem Jnventarium von dem Brook'schenNachlasse, welches nicht gerichtlich gemacht ist —
Kanzler. Das weiß ich.
Sekretär. Ist alles sehr unordentlich zugegangen, weil
Drave damals die große Lieferung hatte uud oft abwesend war.
Kanzler. Wird man beweisen können, daß etwas ver-
schleppt ist?
Sekretär. O ja. Ein alter Bedienter von dem verstor-benen Brook ist bettelarm, der meint —
Kanzler. Der muß instruirt werden. Laß sehen — leicht-finnig die Kapitale anSgelichen — Bankerott — unrichtigesJnventarium — zweideutige gefährliche Reden — ein heftigerMensch, der bei dem Procedere einer schnellen Justiz sich sicherlichvergessen wird —
Sekretär. Auf das alles habe ich gerechnet.
Kanzler. Ja. (Denkt nach.) Es kann angehen. Wir
werden ihn los. Er muß fort, aus der Stadt, vielleicht ausdem Lande.
Sekretär. Wenn das nur nicht zu viel Ausseheu macht I