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— (Küßt sie.) Sol (schiebt st- sanft von sich) und zerrissen ist DeineSchuld!
Auguste. O mein Vater!
Vravr. Du bist seit ein paar Wochen sehr fremd gegenmich gewesen I Es ist gewiß nicht meine Schuld. Gott weiß, ichwache und träume ja nur Gutes für Dich.
Auguste. O lieber Vater I (Von ihm etwa« entfernt) IhreAuguste ist ein ungehorsames Mädchen.
Vravr. Warum? — weil Du liebst? — Nein, Mädchen,darum nicht ungehorsam. Gott laste Deine Liebe nur glücklichseyn I
Auguste. Aber daß ich mich Ihnen nicht anvertraute —
Vravr (heftig). Das war Unrecht I — großes Unrechtan mir.
Auguste Ach I und ich liebe doch keinen Menschen so herzlich,als Sie und meine Mutter — Sagen Sie es, liebe Mutter, wieoft in Ihrer Gegenwart das Geständniß meiner Liebe mir auf denLippen schwebte.
Vravr Nun? und warum sprachst Du nicht?
Auguste. Ich fand niemals den Augenblick so, wie ichihn wünschte --
Vravr (heftig). Daran sind Deine verdammten Bücher
Schuld.
Mali. Vravr. O lieber Mann, sey doch —
Vravr (gemäßigt). Sonst war es nicht sol — sonst kamstDu mit offnem Herzen zu mir.
Auguste. Ich will nun immer wieder so handeln, meingütiger Vater!
Vravr. Such ich denn Augenblicke, Dich zu lieben? Ichsorge immer für Dich. Das Unschädlichste thue ich nicht, ohnemich zu fragen: „Ist das auch gut sür meine Auguste?" Ich