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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
260
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Mad. Lrave. Wahr l und die fröhliche Laune des Jüngstenwurde zuriickgewmigen.

Lravc. Unterdrückt! denn fie wurde Ausschweifung.

Mad. Lravc. Statt die Natur in ihm handeln zu lasten,wurde das finstere Leben seines mürrischen Bruders ihm zumMuster angepriesen. Lieber Mann I ich fürchte, Du Verdienst einigenVorwurf, wenn sich die Bruder Haffen, wenn man Ludwig derHeuchelei beschuldigen könnte.

Lravc. Haffen? der Aelteste haßt seinen Bruder nicht.Haßt ihn sein Bruder? so ist es traurig genug!

Mad. Lravr. Lieben kann er ihn bei der Behandlungnicht. Er haßt nicht aber er ist kalt. Sie haben sich ja ineinem Vierteljahr nicht gesprochen.

Lravc. Das muß geendigt sehn! Sie müssen sich sprechen,erklären, und alles wird gut sehn. Ludwig hat Achtung für Dich.Bewege ihn, daß er seinen Bruder gut empfängt; ich will eineZusammenkunft veranstalten.

Mad. Lravc. Gut. Da es nun einmal so weit ist, wasdenkst Du wegen Augusten zu thun?

Lravc lnochdenkenv). Ha! jetzt kann ich alles reimen, waszeither mich befremdete somit sehe ich denn auch wohl, daß ihreLeidenschaft zu ernstlich ist, als daß da noch etwas zu thun wäre.Zwingen werde ich sie nicht aber von Brooks Neigung mußich mich erst überzeugen.

Mad. Lravc. Das kannst Du sehr leicht und bald. SeineErklärungen waren bestimmt genug.

Lravr. Hat er gesagt, daß er fie heirathen wolle?

Mad. Lravr. Nicht geradezu. Aber

Lravr. So hat er nichts gesagt. Ach Weiber, Weiber!Ihr seht doch immer nur das, was Ihr zu sehen wünscht.