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Lad. Lrave. Verlaß Dich etwas auf mich. Ich habe alsbesorgte Mutter, nicht als schwache, eitle Mutter, gesehen.
Lrave. Wenn das ist.
Lad. Lrave. Hättest Du nur das fatale Billet nicht weg-geschickt — Brook ist doch einmal in Connexion mit dem Kanzler —
Lrave (bedeutend). Das weiß ich!
Lad. Lrave. Und diese Connexion —
Lrave. Wünschte ich abgebrochen zu sehen als Vormund,und würde sie schlechterdings verbieten als — als — (inißmuthig)wenn ans der bewußten Sache was werden sollte.
Lad. Lrave. Warum das eben?
Lrave. Weil — wie Du auch manchmal fragen kannst!
Lad. Lrave. Freilich Mächte ich meinen Sohn nicht gernin dem Hause wissen; allein jetzt — wer kann es ihm verargen?der Mann gilt viel —
Lrave. Zu Hause Burschengesellschaft, beim Kanzler Hos-machen, Rabulisterei, Bosheit und Härtel — aus der Gesellschaftseines aufgeblasenen ignoranten Sohnes, zum Ekel ermüdet von denKünsten seiner koketten Tochter — überläßt man uns den jungenHerrn. Mein friedliches, stilles Haus muß dann zum Besten jenerglänzenden Eigenschaften geneckt, mein gutes, argloses Mädchen ge-täuscht — verführt werden! — Ja, das sage ich Dir, wenn wirjemand das Mädchen unglücklich macht! — dann — dann schützemich Gott sür Thorheit!
Lad. Lravr. Ei Du siehst auch immer und ewig so vielUnheil und Böses —
Lrave. Ich habe zu viel schon gesehen, zu viel schon erlebt! —
Lad. Lrave. Daß Du darüber nie das gegenwärtige Gutegenießest.
Lrave. Angenommen also, was Du von der Liebe mir sagtest —so werde ich dem süßen Herrn Hofrath noch heute das Haus verbieten.
t-ti-