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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
259
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Mad. Vravr. Nun, was ist es denn, das Dich so sehrerschreckt? Daß er lebhaft ist? zu Zeiten etwas wild? Jenun, er ist jung.

Lravc. Lebhaft? wild jung? Sittenlos, aus-schweifend, heuchlerisch so ist Ludwig Brook I Der ist derMann für meiu Kind? Dem laste ich meine Auguste, wenn ichaus der Welt gehe? Dem? Frau Du hast mir eineschlimme Neuigkeit gebracht!

Älad. Lravr. Du flehst doch alles von der finstern Seite!Er ist leichtsinnig sehr leichtsinnig, das ist wahr! Auch würdeich an keine Verbindung denken, so wie er ist. Die Liebe wirdseine Aendeiung bewirken, dann aber

Nr ave. Aendern? Er?

Mad. Lravc. Ich will's lieber von seinem Leichtsinnhoffen, als von dem schwarzen Charakter des Nettesten.

Vravr. Von meinem guten ehrlichen Philipp Brook? Olästere nicht! Ja, wenn Du mir die Nachricht gebracht hättest,daß sie den liebte O Gott! unsere ganze Habe wolltenwir ihr mitgeben I Die glücklichsten Ettern wären wir geworden!

Mad. Lravc. Nun fürwahr, da sehe ich dann doch auchkeine Glückseligkeit, wenn wir das Mädchen zu dem Grillenfängersperrten I

Lrrve. Ach er ist ein so gutherziger Grillenfänger!

Mad. Lrave. Leichtsinn und gutes Herz gewährt mehr Glück-seligkeit, als solche finstre Tugend wenn es anders Tugend ist!

Vravc. Ich bin mit beiden nicht zufrieden. Unglücklichgenug für mich! Den Nettesten ließ ich ohne, merkliche Aufsichtseinen Weg gehen, weil ich diesen für den unschädlichsten hieltund er wurde düster voll ernster Laune menschenscheudas herrlichste Talent liegt begraben, in sich selbst gekehrt; uuthätigverzehrt ihn der Hang nach Thätigkeit und Größe.