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8 rave. Friedrich!
Friedrich (kommt).
Mad. 8ravc. Du willst es? Ich wünsche, daß es gutgehen mag!
8 rave (siegelt, macht die Aufschrift). An den Herrn Kanzler!
Friedrich (damit ab).
Mad. 8ravc. Wäre alles nur mit besserer Art geschehen!Du weißt, daß er erst neulich, Deiner Heftigkeit wegen, Dir dasgroße Kapital auikündigte, und —
8 rave. Meiner Heftigkeit wegen? — Um es gegen höhereProcente wieder an den Mann zu bringen! Um es auch dort zuungelegener Zeit wieder abzufordern, und so endlich alle guteHandelshäuser zu ruiniren, um desto mehr selbst wuchern zu können I
Mad. 8ravr. Das bei Seite; so wünschte ich — Dudringst mich, Dir es zu sagen — selbst um des jungen Brookwillen, daß alles mit besserer Art geschähe. Es setzt nachher so
unangenehme Verhältnisse — und er scheint seit geraumer Zeit
gegen Augusten nicht unempfindlich zu seyn.
8 rave (betroffen). So? Und Auguste?
Mad. 8 ravr. Liebt ihn sehr.
8 rave (ausbrcchend). Daß Gott erbarm!
Mad. 8ravc. Was hast Du?
8rave. Hat es mir doch geahnet! Hab' ich es dochgedacht! Deßhalb schleicht das Mädchen um mich herum, als wennsie ein böses Gewissen hätte — darum ist sie, als wenn sie nichtmehr zu mir gehörte. Hat mir die unselige Vormundschaft nichtEntsagungen genug gekostet? Hat sie mein Leben nicht durch
Sorgen und Aerger gekürzt? Hab' ich ihr nicht Freuden genug
geopfert? Muß ich ihr auch mein einziges Kind noch opfern?
Mad. 8 rave. Ich sehe nicht ein, wie —
8 rave. Richtig I richtig I sonst ständest Du nicht so ruhig da I