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Weigerung, meines Mündels Schulden zu bezahlen, ist den Um-ständen, meinem Gewissen und meinen Pflichten gemäß. Vondiesem allen, und von meiner mühsamen Verwaltung bin ich be-reit, am gehörigen Orte Rechenschaft abzulegen: sonst aber, wennman aus übler Laune meine Redlichkeit in Zweifel zieht, nicht ge-halten, außergerichtlich mich zu vertheidigen."
8 rave (nimmt das Billet und legt es zusammen). Nun?
Mad. 8 rave. Mich dünkt — ich wollte doch nicht — daßDu es dem Kanzler abschlügest.
8 rave (alles liegen lastend, heftig). Warum nicht? — Ichbitte Dich, warum nicht?
Mad. 8rave (sehr bedenklich). Er ist ein mächtiger Mann.
8rave. Thut nichts.
Mad. 8 rave. Er haßt nns l Du weißt, daß er jede Ge-legenheit benutzt hat, uns zu schaden. Er hat Argwohn, baß Duden Schreiber angestiftet hast, der ihn neulich des Untsrschleifs be-schuldigte; er hat Dich das deutlich merken lasten. Du weißt, erhaßt unversöhnlich! Was hast Du seinen arglistigen Ränken entgegenzusetzen?
8 rare. Ehrlichkeit — mein Herz — die gute Absicht!
Mad. 8ravt. Du solltest ihn doch nicht vor den Kopfstoßen — mit den Rechnungen lieber zn ihm gehen —
8 rave. Erst durch Mißbrauch des obrigkeitlichen Ansehensmein Gewissen betäuben, und da das nicht fruchtet, meine Ehrekränken! — Das ist schlecht!
Mad. 8 ravt. Das ist alles wahr! — aber — es ist sehrwahr — freilich —
8 rave. Zudem ist das Geld, wofür er sich verwendet, seinGeld, gegen jüdischen Zins durch die dritte Hand an Brook geliehen.
Mad. 8 rave. Schlecht genug! Inzwischen gilt er viel, undwenn er sich rächen wollte —
Jffland, the.Nral. Werke. X. 17