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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Ludwig. Ich könnte also verlieren?

Kanzler. Sie nicht I Aber dem Herrn Vormnnd dürstemau wohl bei der Gelegenheit die Feitsedern ein wenig rupfen,und sein MoralitätS-Wefen taxiren. Kostete ihn neulich schonviel Laufen», als er mir die 8000 Rthlr. zurückzahlen mußte; sagte:hätte alles im Handel stecken. So, Herr Dravel will ich Ihnengleich eine Kommission über den Hals schicken soll'n gleich'» malNachsehen (Blättert um.) Ei, eil sind doch auch beträchtlichePassiva! Der junge Herr find kein Haushälter

Ludwig. Leider war ich es bisher nicht!

Kanzler. Die liebe Jugend gebraucht keine prseeautiones.Sind auch wohl von dem Herrn Vormund brav mitgenommen

worden? He? Nun ich bin ein ehrlicher Deutscher!sagen Sie alles nur geradezu! Der ansehnliche Mobilien.

Nachlaß das Silberzeug es ist kein gerichtliches Jnventarimngemacht worden?

Ludwig. Nein, das ist nicht geschehen.

kauzlcr. Deßwegen müssen Sie entkommen I Kein Jnven-tarimn? Da sehe man diesen kosmopolitischen Kaufmann! Davonwerden dann die philosophischen Landläufer genährt und unterhalten.Sie sind betrogen, geplündert. Dagegen müssen Sie nnkommen.

Ludwig (sich scheuend). Ja sollte er wohl

Kauz Irr. Nur der Formalität wegen! War er ehr-

lich, desto besser ! so kränken wir keinen Unschuldigen mit Verdacht.

Unterschreiben Sie mir nur eine kleine Vorstellung gegen diesesaußergerichtliche Jnventarium bloß der Formalität wegen!Der junge Herr find zu gut! verstehen Sie mich? zu gut!Schenken alles weg! Eine hochpreisliche Obervormundschaft läßtsich kein T für ein U machen! verstehen Sie mich! Kommen