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Ludwig. Ich könnte also verlieren?
Kanzler. Sie nicht I Aber dem Herrn Vormnnd dürstemau wohl bei der Gelegenheit die Feitsedern ein wenig rupfen,und sein MoralitätS-Wefen taxiren. — Kostete ihn neulich schonviel Laufen», als er mir die 8000 Rthlr. zurückzahlen mußte; sagte:hätte alles im Handel stecken. — So, Herr Dravel will ich Ihnengleich eine Kommission über den Hals schicken — soll'n gleich'» malNachsehen — (Blättert um.) Ei, eil — sind doch auch beträchtlichePassiva! — Der junge Herr find kein Haushälter —
Ludwig. Leider war ich es bisher nicht!
Kanzler. Die liebe Jugend gebraucht keine prseeautiones.Sind auch wohl von dem Herrn Vormund brav mitgenommen
worden? — He? Nun — ich bin ein ehrlicher Deutscher! —sagen Sie alles nur geradezu! — Der ansehnliche Mobilien.
Nachlaß — das Silberzeug — es ist kein gerichtliches Jnventarimngemacht worden?
Ludwig. Nein, das ist nicht geschehen.
kauzlcr. Deßwegen müssen Sie entkommen I Kein Jnven-tarimn? Da sehe man diesen kosmopolitischen Kaufmann! Davonwerden dann die philosophischen Landläufer genährt und unterhalten.Sie sind betrogen, geplündert. — Dagegen müssen Sie nnkommen.
Ludwig (sich scheuend). Ja — sollte er wohl —
Kauz Irr. Nur der Formalität wegen! — War er ehr-
lich, desto besser ! so kränken wir keinen Unschuldigen mit Verdacht.
Unterschreiben Sie mir nur eine kleine Vorstellung gegen diesesaußergerichtliche Jnventarium — bloß der Formalität wegen! —Der junge Herr find zu gut! verstehen Sie mich? zu gut!Schenken alles weg! Eine hochpreisliche Obervormundschaft läßtsich kein T für ein U machen! verstehen Sie mich! — Kommen