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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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in Acht; der Schalk sicht ihm aus den Augen. Die Männerlassen nun ihre Tücken nicht.

Geheimcräthiu. Jsi's möglich? Wollen Sie denn keinenFrieden ungetrübt lassen?

Stahl. Frieden? (Lacht.) Wenn sich die Männer nichtfürchten, so betrügen sie noch viel mehr. Sie müssen gar nichtaus der Furcht kommen. Die Angst muß dem Manne zur Ge-wohnheit werden.

Cchclineräthin. Das begreife ich nicht.

Stahl. Sic kennen die Männer nicht. Treibt sie der Zankweg, so bringt er sie auch wieder Herl

Erhrimcräthiu. Aber das süße Gefühl eines demandern

Stahl. An der Grenze unserer Rechte muß ein ewigerKrieg bleiben, so vergrößern wir unsre Herrschaft. Die Männermüssen von Gehorsam ermattet werden, sonst sind wir verloren.

Grhcimcräthln. Das nennen Sie eine glückliche Ehe?

Stahl. Und was ist das, was Ihr so nennt? Eine solchelangweilige Freundlichkeit, daß, wo man so ein Paar neben ein-ander im Vergißmeinnicht-Frieden sieht, man gleich angenehmeRuhe wünschen und umkehreu möchte. Der Ehestand muß einimmerwährender Zank um die Herrschaft bleiben

Geheimcräthlu. Gott bewahre mich!

Stahl. Liebes Kind, die Männer sind dumm l alle ent-setzlich dumm! Wir find gescheidt. Der gescheidte Theil mußregieren. Ohne Zank kann man das nicht: also zanken Sie, soregieren Sie auch.

Grhrimrräthlu. Nimmermehrl

Stahl. Jedes Gericht, jede frohe Miene, jeden Spazier-