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Geheimeräthiu. Was kaffen Sie mich hoffen! O Fer-dinand !
Geheim erath. Glück in Wahrheit! — Entzückend ist derGötterrausch der ersten Liebe! Aber glauben Sie, daß auch diebesten Menschen, zu denen ich nicht gehöre, obwohl ich auch keinerder schlimmsten bin, in diesem Rausche geblieben wären? MeineJulie! es ist nicht möglich. ES wäre vielleicht nicht einmal gut.
Gchcimeräthin. Warum nicht? warum nicht?
Gkheimerath. Der Zauber der Imagination zerflattertan den harten Ecken des Lebens und schwindet. Aber dann bleibtden beiden, die Hand in Hand durch das Leben gehen, ein Gut— eine Burg, von der herab sie ruhig in die Tiefen sehen —innige Freundschaft! Das gute Weib bleibt erste, einzigeFreundin. Ihr gehört des Freundes Herz; ihr gehören seine Ge-danken. die ganze Geschichte seines Tages, er sch nahe oder ferne.
Gehcimcräthill. Waren Sie so gegen mich? —
Gkheimerath. Ich will so werden.
Gcheimeräthlu (entzückt). Ferdinand!
Gkheimerath. Nicht Ihr Liebhaber werde ich mehr sehn;aber Dein treuer Mann, so wahr ich ehrlich bin.
Grhrimcräthln. O meine Mutter, meine Mutter!
Geheimeralh. Bon ihr komme ich — Julie! ich willkeine andre mehr lieben, als Dich; ich werde mich strenge richten,wenn ich für eine andre empfinden sollte. DaS ist mein männ-licher Wille. Aber wenn eine Laune, ein Etwas mich anzöge —wenn ich für eine fremde Gestalt, einen Augenblick nur, das Gefühlhaben sollte, was man für — ein schönes Gedicht hat — wolltestDu deßhalb die ganze Summe Deines und meines Glücks auf-geben? oder willst Du zufrieden sehn, wenn ich — und das gelobe