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ich mit heiliger Treue — Dir zuerst sage: — „Julie! ich bin aufeinem Abwege, habe Acht auf mich — reiße mich nicht zurück —nein! wandle, wie sein guter Geist, dem Irrenden voraus — erfolgt Dir!" Am Ausgange des Labyrinths reichst Du mir dieHand, und mit dankbarem Entzücken, mit herzlicher Liebe sinkt dergerettete Freund an den Busen seiner einzigen Freundin nieder! —Julie! — das kann ich geloben; was kannst Du?
Teheimeräthin (mit offenen Armen). Dich lieben I
Grhcimrrath (umarmt sie).
Geheimeräthin. Dir verzeihen!
Geheim erath. Mein treues Weib! — Nur Deine Un-geduld, das Gefühl Deines WertheS, das ich für Stolz hielt, DeineThränen, die mich quälten, gaben fremdem Lächeln Reize. Dasholde Lächeln der Vergebung, womit Du mich in Deinen Armenhältst, löscht alle fremde Reize aus.
Er he im erat hin. Sey offen, und ich will Deinen Wegauf Deine Weise mit Dir gehen; ich will Gefahren gern ertragen;nur laß mich sie nicht rathen I laß mich sie wissen I
Ce Heimerath. Bei Gott! Und hast Du Argwohn, sosprich ihn aus. Frage mich selbst! Nur forsche nicht! — nurwolle nicht den Gram des Herzens mit angenommener Kränklichkeitverbergen! Versteckter Gram, in Siechentage umgewandelt, ist einTyrann, der alles Band der Ehe, der Freude des Lebens selbstzernichtet.
Gehet m eräthiu. Hinweg damit! wir haben einen neuenBund geschloffen Umfasse mich — ich Dich! Den Forderungendes Mädchens habe ich entsagt — des Weibes Rechte hast Dumir neu gelobt. Sey gut und wahr — freundlich will ich seynund mnthig — so wallen wir unfern Pfad als Mann und Weib!
(Sie gehen Arm in Arm ab.)