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Hofräthiu. Gut. Aber reizten Sie nicht eben dadurch zuneuen, angestrengten, feineren Künstlichkeiten? Können Sie für denAugenblick stehen, wo endlich dieses Spiel Sie auf einmal ver-wickelt? Der Eitelkeit der Männer ist es genug, zu wissen, daß einHerz schwer zu gewinnen ist, um es unablässig und auf Kostenaller Verhältnisse zu bekämpfen.
Haiufeld (beschämt). Aber meine Laune will Unter-haltung.
Hofräthiu. Und Ihr Geist könnte ihr keine andere ver-schaffen, als diese höchst gefährliche?
Haiufeld lmit ihrem Fächer stielend, verlegen). Es ist wahr,ich peinige die Männer gern mit einem Uebergewicht, das ihrKleinigkeitsgeist mir gibt.
Hofräthiu. Sollten Sie es nicht wissen, daß nachdemgeringen Begriff, den die meisten Männer von unscrm Geschlechtanzuuehmen sich berechtigt glauben — ihrer viele dieß Betragen füreine Ausforderung halten?
Haiufeld (hält den Fächer schnell vor das Gesicht und sagt raschund erschrocken) ! DaS ist abscheulich I (Der Fächer sinkt herab.) Ab-scheulich I
Hofräthiu. Sehen Sie, liebes Kind — so haben Siegegen Ihre Absicht — die Gefahr meines Schwiegersohns — unddas Unglück meiner Tochter veranlaßt.
Haiufeld Ach Madam — (Sie stützt den KoPf auf die Hand.)Sie machen mich sehr unglücklich I
Hofräthiu. Durchaus nicht, da ich Sie ans Sich auf-merksam gemacht habe.
Haiufeld (seufzt). O weh! — (Nach einer Pause.) Mein