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guter Muth ist weg. (Sie nimmt ihre Hand). Das Uebel ist da
— wie hebe ich es?
Hosräthiu. Durch Ihren Verstand — sicherer noch durchIhr Herz.
Hainscid. Nein, nein! Erlauben Sie, daß ich aufstehe.(Sie steht auf, geht einige lebhafte Schritte, bleibt auf einmrl stehen,steht bie Hosräthiu an, und sagt betäubt:) Ich habe die Gewißheitüber mich verloren — nun weiß ich mir nicht zu Helsen. — RathenSie mir.
Hosräthiu, Plötzlich darf nichts geschehen.
Ha in selb. Das begreife ich. Es kann auch nicht sevn.Mein Prozeß, meine Ehre — ach die arme, arme Juliei —Sie haben mich durchaus höchst — höchst unzufrieden mit mirgemacht.
Hosräthiu. Das sehe ich — und das bürgt für Ihr Herz,dem ich meine ganze Achtung widme, liebes Kind.
Haiusctd. Wirklich? Ich danke Ihnen. (Sie küßt thr dieHand.) Nein, lasten Sie mir diese Hand, lasten Sie mich Siekindlich verehren, — Glücklich, glücklich ist das Herz, das unterdem mildem Einfluß der Mutterliebe leben kann I — (Sic seufzt )Ich bin allein I
Hosräthiu (hält ihre Hand). Liebe Tochter — (Sie steht siemir der innigsten Güte an) ist Ihr Herz ganz frei?
Haiuscld. Ganz!
HosräIhiu. Gewiß? — Ich frage es nicht ohne Bedeutung!
— Ganz frei?
Hainseid. Ganz frei! Findet man unter der seelenlosen,selbstsüchtigen Menge so leicht einen Gegenstand, an dem das Herzverweilen kann? Niemals werde ich lieben können, wo ich nichtachten mnß. — Ach, Sie haben einen tiefen Eindruck auf michgemacht I