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Neunter Austritt.
Hofräthin. Mamsell Hain selb.
Hofräthin. Entschuldigen Sie mich, wenn ich trockenscheine. Ich bin es nicht; aber nicht immer kann man der Ein-wirkung der Begebenheiten widerstehen.
Hain seid. Auch mich will hier meine Heiterkeit verlassen,und wahrlich, ich bin mir doch nicht bewußt, daß es so seynmüßte.
Erinnerung.
(Ich wünsche, daß die Hofräthin, wie sie in der ganzen Unter-redung sehn soll, hier schon anfängt, sich zu geben, das Ueberge-wicht der Frau über das Mädchen zu nehmen. Freundlichkeit.Festigkeit, Güte und Charakter geben cs ihr. Sie hat keineManier, keine weibliche kleine Verzierungen, sie geht gerade aus.Gelbst im äußern Benehmen ist eine Sicherheit und Leichtigkeit derArt und Weise, die von dem gewöhnlichen Benehmen dadurch ab-weicht, baß auch allgemein angenommene Nüavcen der Konver-sation bei dieser Frau das Gepräge ihrer Unbefangenheit und Eigen-heit haben. — Der Verfasser will mit dieser Erinnerung wenigerängstlich binden, als vielmehr suchen sein Ideal der Künstlerindeutlich zu machen, welche diese Rolle gibt; etwas, das demCharakter selbst etwa abgehen möchte, so wie ihn der Verfasseraufgestellt hat.)
Hofräthin. Irre ich nicht, so ist es mehr als ein Besuch,was Sic zu mir führt?
Hain selb. In jeder Rücksicht habe ich mir Belehrungdurch Sie, allgemein geachtete und geliebte Frau, gewünscht;aber über eine Sache besonders. — Ach Madam, Sie kennenmich durch Thränen. Ich habe sie nicht erregt, ich verdiene