Ihren Mann in Respekt halten wollen — Eine andere Frau freilich
— und der Hauptmann ist ein wackerer Mann — immer nochhübsch — und zärtlicher Art und Weise — (Slc lacht.) Nun na-türlich — ich verdenke es Ihnen nicht die Leute — o lieber Gott I(sie lacht) die find Lästermäuler — die muß man schwatzen lasten.
Ho fr all) In. Auf diesem Punkt bin ich nicht nur gewissen-haft, sondern sehr empfindlich. Reden Sie rein heraus, was Siemeinen.
Stahl (küßt sic). Sie könnten meinen Bruder recht un-glücklich machen, wenn Sie Ihr Herz, zur Strafe seines Leicht-sinns, von ihm ab, einmal ganz zum Hauptmann wendeten, wiedie Welt meint.
Hofrät hiii. Ist es möglich, kann die reinste Freundschaft,die ängstlichste Vorsicht —
Stahl (sie lacht). Das hilft alles nichts I Der Schein —der Schein!
Hofrät hin. Mein Gott!
Stahl. Sie find erschrocken — Sie find sehr erschrocken —
Hofräthin. Erbittert, im höchsten Grade! so sehr —
Stahl. Wissen Sie, was ich thäte? Eine Frau gäbe ichdem Hauptmann-, ich selbst gäbe sie ihm; und dann spräche ich —da ihr Schandmäuler, erkennt mich!
Hofräthin. Nein, es ist unbegreiflich —
Stahl. Manche wird sich an seinen lange ledigen Standund seine lauge Verehrung Ihrer Person freilich stoßen-aber
— Frau Schwester, Sie dauern mich, daß Sie bei aller Tugendvor der Welt blamirt seyn sollen —
Hofräthin (lebhaft). Das geht zu weit! Ich werde michentschließen —
Stahl. Ich bin die Person, die für die Familie was zuthun geneigt ist, und für Ihren guten Namen will ich mich auf-