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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
187
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Ihren Mann in Respekt halten wollen Eine andere Frau freilich

und der Hauptmann ist ein wackerer Mann immer nochhübsch und zärtlicher Art und Weise (Slc lacht.) Nun na-türlich ich verdenke es Ihnen nicht die Leute o lieber Gott I(sie lacht) die find Lästermäuler die muß man schwatzen lasten.

Ho fr all) In. Auf diesem Punkt bin ich nicht nur gewissen-haft, sondern sehr empfindlich. Reden Sie rein heraus, was Siemeinen.

Stahl (küßt sic). Sie könnten meinen Bruder recht un-glücklich machen, wenn Sie Ihr Herz, zur Strafe seines Leicht-sinns, von ihm ab, einmal ganz zum Hauptmann wendeten, wiedie Welt meint.

Hofrät hiii. Ist es möglich, kann die reinste Freundschaft,die ängstlichste Vorsicht

Stahl (sie lacht). Das hilft alles nichts I Der Scheinder Schein!

Hofrät hin. Mein Gott!

Stahl. Sie find erschrocken Sie find sehr erschrocken

Hofräthin. Erbittert, im höchsten Grade! so sehr

Stahl. Wissen Sie, was ich thäte? Eine Frau gäbe ichdem Hauptmann-, ich selbst gäbe sie ihm; und dann spräche ichda ihr Schandmäuler, erkennt mich!

Hofräthin. Nein, es ist unbegreiflich

Stahl. Manche wird sich an seinen lange ledigen Standund seine lauge Verehrung Ihrer Person freilich stoßen-aber

Frau Schwester, Sie dauern mich, daß Sie bei aller Tugendvor der Welt blamirt seyn sollen

Hofräthin (lebhaft). Das geht zu weit! Ich werde michentschließen

Stahl. Ich bin die Person, die für die Familie was zuthun geneigt ist, und für Ihren guten Namen will ich mich auf-