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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Stahl. Sie haben Sich doch sehr konservirt. Das machtdie Ruhe des Gemüths. Hat denn mein Bruder noch immerseine Liebschafkchen? Ganz unter uns mein Bruder ver-dient so eine Frau gar nicht. Ich habe es ihm aber gesagt.Sie sind zu gut.

Ho fr all) in. Ich kann nicht dankbar genug gegen seineOffenheit sehn.

Stahl (sie lacht). Offenheit? Die Männer sind Spitz-buben. (Sie lacht.) Mein Bruder ist ein Erzspitzbube.Hofräthlu. Liebe Schwägerin

Stahl. Nichts man muß alle Männer prostituirenes ist heilsam. Sie bekennen nur deßhalb alles, daß sie unsaufs neue bequem betrügen können.

Hosräthin. Nicht doch! Ihr Bruder ist so

Stahl. Ich kenne ihn. Er ist wieder in neuen Stricken.Der Doktor Herbst war da Pst, pst! näher! (Sie ziehtdie HoftSthiii zu sich.) Er war bei der Hainfeld.

Hofräthlu. Das hat er mir gesagt.

Stahl lauf die Brust deutend). Hier trägt sie es Medaillon

(Lacht) geschenkt ächte Perlen Wie toll ist er verliebt

consusl

Hofräthiu. Sie sind recht spaßhaft, liebe Schwester.Stahl. Wie manche Frau ja, wahrhaftig. Nun kurzvon der Sache, mit dem Hauptmann bewundere ich Sie.Hofräthlu. Mit dem Hauptmann?

Stahl. Ja jal tapfer defendirt habe ich schon.Hofräthlu. Defendirt?

Stahl. Ich begreife alles die Welt gehl freilich nach demSchein. Die Welt (sie lacht) aber ich verstehe es.Hofräthiu. Wo habe ich

Stahl. Stl Sie haben nur mit dem wackern Kapitän