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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
184
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meine beste Freundin, rathe mir und mache mir es leicht, baß ichmich wieder finde. Sage mir, was kannst Du von Deiner Mit-wirkung versprechen, was kannst Du nicht?"

Gehrimcrath. Und dann?

Hosräthin. Sagen Sic mir, was Julie thut und will.

Geheimerath. Ich will es thun.

Hosräthin. Der Mensch kann vieles, wenn er seinen innernWerth anerkannt steht ach, und das Weib thut alles, undduldet alles, wenn das Herz nur nichr ganz leer au-geht.

Gchrimrrath. Liebe, gute Multerl warum empört michJulie, und ich gehe nach jedem heftigen Augenblicke geringer«Werthes von ihr, da Sie mich erheben, ohne mir je etwas nach-gesehen zu haben?

Hosräthin. Weil die Mutter eine Zuflucht für beideist die Ehefrau aber Ihnen ein Hinderniß ist. Lassen Sieder armen Julie einige Rechte Ihre übrigen alle vermehrenSie dadurch.

Geheimerath. In diesem Augenblicke gehe ich zu ihr.

Hosräthin. Nicht heftig.

Geheimerath. Bei Gott nicht.

Hosräthin. Nicht stolz.

Geheimerath. Herzlich.

Hosräthin. Nicht abgeschrcckt von dem ersten Hinberniß,das Juliens bis daher gereizter Stolz wachen könnte.

Geheimerath. Gut, daß Sie daran mich mahnen, essoll mich nicht schrecken.

HofrSihin. Ohne Herrschsucht.

Gcheimeraih. Mit dem festen Willen, mir und Julienein besseres Leben zu bereiten mit erweichtem Herzen mitdem Willen, Julien zu gewinnen.