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Geheimerath. Ja.
Hofräthin. Und Sie, empfinden Sie gar nichts mehr sürmeine Tochter?
Geheim erat h. O wenn ste wäre, wie fie im ersten halbenJahre war, anbeten würde ich fie.
Hofrät hi«. Sie hätten also leine Liebe, aber noch sehrviel Freundschaft für Ihre Frau? — Antworten Sie mir nicht.— Die Liebe, die Sie sonst für ihre Frau fühlten, fühlen Siejetzt für eine andere. — Ich bitte, lasten Sie mich ansreden. —Wollten Sie wohl einen Rath, eine Bitte von mir annehmen?
Gchcimcrath. So wahr ich ein ehrlicher Mann bin, ichwünsche — alles was mir nur irgend möglich ist.
Hosräthiu. Ich habe meiner Tochter gerathen, anständigbei Tische zu erscheinen, um Ihr Ansehen und Ihre Verlegenheitzu schonen. In das übrige will ich mich nicht mischen. — AberSie selbst, wollten Sie wohl einen Schritt thun, der Sie vor-wurfsfrei machen kann?
Geheimerath. Sehr gern!
Hofräthin. Freundschaft empfinden Sie noch für Ihrun'lückliches Weib — Achtung müssen Sie für fie haben. Wegmit dem Stolze und der Unwahrheit! sie ist des Mannes so un-würdig, wie kindischer Trotz. Der Freundin find Sie Offenheitschuldig. Drohen Sie nicht — verschweigen Sie nichts. BerathenSie Sich über Ihre Lage mit Ihrer ersten Freundin.
Crhcimrrath. Sie meinen —
Hofräthin. Daß Sie ihr einen Beweis von Vertrauengeben sollen. Sagen Sie ihr: — „Julie — ich bin verirrt,dahin — so weit! Aus eigenem, raschen Entschluß finde ich michnicht gleich wieder. Aber ich will mich wieder finden. Du bist