Hofrät hin. Von Sich reden Sie nicht.
G eh cimccath. Ich bin ein Mensch, Madam! aber —
Hosräthin. Ein guter Mensch, wie sie sagten; noch hoffeich das, sonst würde ich abbrechen. — Sie haben, sagten Sie miroft, Achtung für mich, Sie sind der, von dem meiner TochterGlück oder Unglück abhäugt; Sie hatten die Eigenschaften, dieeine gute Ehe versprachen — ich bin Ihre Freundin, weil ichhoffe, diese Eigenschaften sind nur verdunkelt, nicht verloren —wollen Sie Ihre Freundin hören?
Gcheimcrath. Reden Sie.
Hosräthin. Meine Tochter ist zu weich, zu empfindlich —aber sie ist gut. Sie find zu hart und unbeugsam. — GebenSie mir jetzt, wenn es Ihnen ernstlich um Ihr Glück und meineAchtung zu thun ist, Beweise, daß Sie noch gut sind — sagenSie mir als Mann von Ehre, hat meine Tochter ganz und garkeine Ursache zum Argwohn?
Geheim erat h. — Einige. Aber sie übertreibt die gewöhn-lichsten Dinge, Dinge, erlauben Sie mir es zu sagen — die sieim väterlichen Hause weit großmüthiger hat behandeln sehen.
Hosräthin. Der Offenheit ist Rückkehr znzutrauen. DerOffenheit und Gutmüthigkeit kann eine Fran, wenn auch mitSchmerz, Nachsehen; dem Stolz und der Unart — kann mannichts verzeihen — wenn anders da? Selbstgesühl noch spricht.
Echcimrrath. Sie sehen mich in dem Lichte, wie meineFrau; da ist keine Uebcreinkunft möglich. Trennen wir lieber einBand, da? beide Theile elend macht.
Hosräthin. Ließ ist das letzte schrecklich- Mittel. Ehe wires brauchen, eine Frage: — Glauben Sie, baß meine TochterSie liebt?