Hainfeld. Ich meine auch, Sie sollten von was andermreden.
Hofrath. Ganz recht. (Ernsthaft.) Meine liebe Made-moiselle Hainfeld — (Er sieht sie an.) Ja, ich wollte nämlichsagen — — (Er steht sie durchdringend, aber freundlich an.) HörenSie, ich glaube, Sie sind ein gutes Kindl
Hainfeld. Ein sehr fröhliches Kind bin ich. Wenn nurmein Prozeß —
Hosrath. Ja, den gewinnen Sie gewiß.
Hainfeld (steht rasch auf). Gewiß? O dann —
Hosrath (folgt ihr). Ich meine nämlich — ich wünsche esherzlich; denn ich glaube, ich wünsche Ihnen, so wie ich Sie davor mir sehe, alles Gute.
Hainfeld. Der Prozeß ist in Ihren Händen —
Hosrath. Pst! pstl Ich höre kein Wort — (Er halt dt«Ohren zu.)
Hainfeld (führt seine Hand sanft herab). Ich will Sie nichtbestechen, lieber Herr Hosrath —
Hofrath. Das könnte doch möglich seyn.
H aInfeld (laßt selne Hand fahren).
Hosrath (lacht). Hml die Gefangenschaft hat mir gefallen.
Hainfeld. Aber was wollten Sie mir sagen, lieber HerrHosrath?
Hofrath. Ja — wieder darauf zu kommen — sehen Sie— es ist ein seltsamer Umstand —
Hainfeld. Welcher? Ist er traurig — bas thut nichts.Sagen Sie ihn mir. Ich und die Traurigkeit, wir sind manchmalim Kampf; aber ich bin immer Siegerin.
Hosrath. Scharmant! (Sr lacht.) Auch mein Fall.
Scharmant I