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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
158
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Hainfeld. Ich meine auch, Sie sollten von was andermreden.

Hofrath. Ganz recht. (Ernsthaft.) Meine liebe Made-moiselle Hainfeld (Er sieht sie an.) Ja, ich wollte nämlichsagen (Er steht sie durchdringend, aber freundlich an.) HörenSie, ich glaube, Sie sind ein gutes Kindl

Hainfeld. Ein sehr fröhliches Kind bin ich. Wenn nurmein Prozeß

Hosrath. Ja, den gewinnen Sie gewiß.

Hainfeld (steht rasch auf). Gewiß? O dann

Hosrath (folgt ihr). Ich meine nämlich ich wünsche esherzlich; denn ich glaube, ich wünsche Ihnen, so wie ich Sie davor mir sehe, alles Gute.

Hainfeld. Der Prozeß ist in Ihren Händen

Hosrath. Pst! pstl Ich höre kein Wort (Er halt dt«Ohren zu.)

Hainfeld (führt seine Hand sanft herab). Ich will Sie nichtbestechen, lieber Herr Hosrath

Hofrath. Das könnte doch möglich seyn.

H aInfeld (laßt selne Hand fahren).

Hosrath (lacht). Hml die Gefangenschaft hat mir gefallen.

Hainfeld. Aber was wollten Sie mir sagen, lieber HerrHosrath?

Hofrath. Ja wieder darauf zu kommen sehen Sie es ist ein seltsamer Umstand

Hainfeld. Welcher? Ist er traurig bas thut nichts.Sagen Sie ihn mir. Ich und die Traurigkeit, wir sind manchmalim Kampf; aber ich bin immer Siegerin.

Hosrath. Scharmant! (Sr lacht.) Auch mein Fall.

Scharmant I