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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Hainscld. Geschwind thun Sie dazu.

Hosraih (ernsthaft). Ja, jal (feierUch) denn es ist nöthig.Setzen wir uns. (Die wollen stch setzen. Ehe Mamsell Hainfeld fitzt.)Mit Ihrer Erlaubniß die Lette von Ihrem Medaillon ist vonder Schulter gefallen. (Er legt fie wieder hin ) So. (Er faßt ihrgutmüthig auf die Schulter. Alles dieß galant, und ohne irgend eineZudringlichkeit. Freundlich, höflich, jovialisch, aber durchaus ohne jede,auch die kleinste Hindeutung auf Sinnlichkeit der gröbern Art.) Soliebes Kind l (Er nimmt ihre Hand, und führt ste zum Stuhle.) Nunsetzen Sie Sich. (Sie setzen fich er küßt Ihre Hand.) Nun wollenWir zusammen sprechen.

Hai Ilfeld. Sie find eia o glücklicher Mann, Herr Hofrath.

Hofrath. Ach ja, ja Gott Lob!

Hain seid. So glücklich verheirathet.

Hofrath (legt stch langsam auf die entgegengesetzte Lehne desStuhls, und sagt recht herzlich) : Gott weiß es, ich bin es I Ja,und was ich sagen wollte woher wissen Sie, daß ich glücklichverheirathet bin?

Hai «fei-. Jedermann sagt so viel Gutes von Ihrer FrauGemahlin

Hosrath. Ja, da hat jedermann Recht! Meine Frau istviel mehr werth als ich

Hainscld. Sie find galant

Hofrath. Der böse Feind will's manchmal so.

Haiufel - (lacht). Wie? mein Herr

Hofrath. Lachen Sie nicht, ich bitte Sie um Gottes willen.

Hainscld. Ich lache sehr gern, mein Herr.

Hofrath (steht weg). Ihr Lachen übt euie solche Souveränitätüber ein Menschenkind aus (Sieht her) Ein ein rechtrecht listiges Antlitz! - Davon habe ich Ihnen aber kein Wortsagen wollen.