Hofrath. Mein Kind, fingen Sie Ihr BewillkommnungS-kompliment, das lautet viel schöner. Wo blieben Sie stehen?Hm — Ja — (er fingt die Stelle an der fie nufhörte) da blieben Siestehen. Nun
HaillseId (sieht ihn verbindlich an, und wendet fich zum Klavier).
Hofrnth llacht). Ein paar hübsche Augen! — Nun —(Er singt wieder die Stelle.)
Hainfcld (fingt die Arie zu Ende).
Hofrath. Bravo! schön gesungen! (Sr küsir ihr die Hand.)Schöne — schöne Hand! Wenn so eine Hand das Klavier berührt— da muß es Harmonie der Seele wiedergeben.
HatufrId (geht vor). Sie lieben den Gesang, Herr Hofrath?
Hofrath. Gesang? Du mein Gott, wenn ich mit Aus-druck fingen höre — nicht leiern oder gnrgeln — so was eigentlichsingen ist — das Hinschweben der Seele in Engelstönen zumirmament hinauf — so wie Sie singen — o lieber Gott! —da bin ich wieder die schönen achtzehn Jahre alt.
Haiuseld. So empfinden wenige die Musik.
Hofrath. Gott sey vielfältig gelobt, daß meine liebe Fraunicht fingen kann I sie hätte längst die ganze Portion meiner Rechteunter ihren Pantoffel gesungen.
Ha tu seid. Wollen Sie mich bei der Frau Hofräthin ge-fälligst aufführen?
Hofrath (nachdem er fie vorher eine Well« angesehen) Ja, ja —(In Gedanken.) Nein. (Er besinnt sich.) Ja so — potztausend! —ja, ja, ja!
Hainscld. Wie? —
Hofrath. Ich habe — ich bin — es ist — hm hm!KurioS wie es dem Menschen geht! ich habe von ganz andernDingen mit Ihnen reden wollen.