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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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ich erschrecke jedesmal, wenn mich ein Gesicht anzieht. Gleich stehstDu vor mit Deiner Geduld, und dann kann ich das schönste Ge-sicht zum nun wo ich den Herrn Fabritins hiugewünschthabe.

Hofrät hin. Und ich ich sehe Dich so gerne wiederkommen, daß ich niemals sehr erschrecke, wenn Du weggehst.

Hosrath. Gott Lob! so ist es doch nun schon zwei undzwanzig Jahre unter rns gewesen; meine sünszig Jahre empfindeich nicht sehr, also denke ich, wird es wohl noch lange so bleiben.Meinst Du?

Hofräthiu. Ich bin so glücklich und zufrieden, daß ichmanchmal es verbergen möchte, als ob der Neid mir meinenFrieden nehmen könnte.

Hosrath. Ja vom Neid? mit dem hat cs seineRichtigkeit. Die ansgescholtenen, grämlichen Eheherren ärgern sich,daß ich noch froh bin und als Sünder doch wieder angenommenwerde. Und die grämlichen Sklavinnen, mit der zankbereiteu,nackten, glänzenden Stirne, ärgern sich über was? ich willDir's sagen daß Du die geduldige, regierende Frau bist.

Hofräth! n. Hm I die Regierung

Hofrath. Ach regiere doch! regiere mich lange und gern.Dn schaltest ja mit meinem Willen nur wie mit einem Oonxrstuit. So weit davon. Küsse mich; mm steh aus, setz dieStühle weg, denn jetzt müssen ärgerliche Dinge an die Reihekommen, und dazu muß ich gehen, mich rühren, mit den Armenhantirsn, und vielleicht ein bischen fluchen.

Hofräthiu (hat die Stühle weggefttzt). Das ist ein trost-reicher Eingang.

Hosrath. Die Sache ist es Werth. Mein Herr Schwieger-sohn, der Herr Geheimerath Woling, mißfällt mir.