Hosrath. Er wird alle Tage noch jünger. Er ist einLonvivsmt, ein — tausendsapperment, ich glaube, er taugt nicht«.
Hosräthin. Nun, nun!
Hosrath. Und unsere Julie — ist und bleibt eine Mond-scheinsschäferin.
Hosräthin. In Jahr und Tag wird es anders werden.
Hosraih. Sie schleicht hinter ihrem Mann her, und guckt,und forscht, und zankt und heult, daß ihm der Angstschweiß auS-bricht. Er? was soll er machen? Sein böses Gewissen treibt ihnfort. Er bemäntelt, beschönigt, lügt ab und an sich heraus. Dannkommt auch der Hochmuth; er streitet sich heraus, will die Sachemit Autorität zwingen — Was kommt heraus? Eine trostloseEhe!
Hosräthin. So weit ist cs nicht.
Hosrath. So weit kommt es. Sie haben da, hör' ich— ein Mädchen von ihrer Reise mitgebracht — ich habe sie nochnicht gesehen —
Hosräthin. Die Haiufeld? Mir scheint sie auszuweichen.
Hosrath. Böses Gewissen! Die Stadt spricht von ihrund dem Geheimerath und Juliens Thränen wunderliche Dinge.Bekümmere Dich darum.
Hosräthin. Werde ich damit etwas bessern, oder ver-schlimmern?
Hosrath. Thu war Du kannst. Ich tauge dazu nicht».Denn ich, wenn ich meine überzeugt zu seyn, daß ein Ehe-paar nicht zusammen paßt — ich möchte es lieber gleich aus-einander jagen.
Hosräthin. Ich habe guten Mmh.
Hosrath. Den hast Du immer.