Seradtut. Seine Liebschaften beschäftigen ihn, bald wird erder Geschäfte überdrüssig seyn. Er wird kleine Reisen machen,ans Jagdhäusern leben — eine Puppe wird er der Gemahlinlassen wollen. — Wenn Sie nun klug sind — so müssen Sie eszu drehen wissen, daß er ihr erst kleine Geschäfte überläßt: erstdie Vergnügungen des Hofes, dann allmählig das Gartendeparte-ment, von da ziehen wir das Bauwesen an uns, dieß bringtuns mit den Finanzen in Verbindung. Die Fürstin ist reich,sie macht Vorschüsse, durch diese zieht sie alle Diener an sich, mangewöhnt sich, daß sie anordnet, man fordert ihren Rath, manwird durch sie befördert, sie hat in kurzem die Landesregierung,so wie ich die Fürstin regiere. Dann gilt mein Wunsch, meineLaune, mein Wille, mein Name. Begreifen Sie, daß ich an dieserStelle dem Leiblakei Schmidt meine Hand nicht geben kann?
Schmidt. Sie rechnen falsch. Zwischen Fürst und Fürstinsteht schon der kabalirende Hos. Bis znm Gartendepartementwerden Sie es bringen; Trauerweiden und einige Pagoden werdenSie anbauen können; das ist dann die verzauberte Insel derverwünschten Prinzessin, in deren Nähe niemand wandeln mag,und an diesem Lsstrum cioloris sind Sie die unbeneideteEhrendame.
Seradiiii. Nein, nein l Ich will nicht, daß es so werdensoll. Eher führe ich ein Ungewitter herbei, das niemand jetzt sichträumen läßt. — Lieber mit Ansehen zu Grunde gehen, alssich in einem solchen Fürstenspital regelmäßig zu Tode sütlernlassen.
Schmidt. Nun ich will für Ihre Ehre arbeiten, sorgen Sienur für Geld und Geldeswerlh.
Äeradiui. Ja denn — ich will es.