Graf. Wie werben wir uns Wiedersehen?
Saphir (mit gefaltencn Händen). Vergebungl — Oder Ge-duld! (Außer sich.) Gott entscheide! — (Heftig.) Jetzt lassen Siemich — ich kann — ich kann nicht mehr!
Graf (umarmt sic hcstig). Vergebung — Geduld — (mitauibrechenden Tßränen) und ewige Liebe I (Tr gcht rasch fort.)
Sophie (ihm nach, bis an den Ausgang). Segen und Friedenüber Dich — Frieden und alles Glück der Liebe! (Sic wendet sichzu Madam Berg.) Das ist geschehen. Das ist vorbei. Aber nun
— nun — o liebe Berg — daß alles übrige vorüber wäre!
Gab. Lrrg. Was? Was soll vorübergehen?
Sophie. Etwas Schreckliches — aber es muß seyn. — Laßmich — Du kannst es nicht fassen, was der Muth der Liebe aus-stnnen und vollenden kann.
Mab. Lrrg. Was wollen Sie und was soll der Gras ver-geben müssen? Was wollten Sie damit sagen?
Lophir. Das ist zu viel sür Dich — es ist schwer für mich
— noch schwerer sür-aber wie viel Uhr ist es? —
Mab. Lrrg. Warum?
Sophie (dringend). Wie viel Uhr ist es?
Mab Lerg. Zehn Uhr.
Sophie. Schon vorbei — zehn Uhr vorbei?
Mab. Lerg. Es hat geschlagen.
Sophie. Dann laß mich.
Mab. Lerg. Nimmermehr!
Sophie. Laß mich — bete für mich — Glück oder Unglück
— meine Zeit ist da. (Sie umarmt sic.) Geh!
Mab. Lrrg. Nein, liebe Tochter. Ich bin an meinerStelle, und werde Sie nicht verlassen.
Sophie. Du mußt! Laß mich den letzten Abschied nehmen
— er wird kommen.