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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
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Mad. Lcrg. Ach Gott! wir werden nicht lange alleinbleiben thun Sie zur Sache!

Sophie. Du weißt, daß vor einigen Monaten ein jungerSoldat gegen den Major Sellani, der den Menschen in ihm miß-handelte, den Degen zog!

Mad Lerg. Das ist der, dem Baron Thurneisen das Lebengerettet hat?

Sophie. Derselbe. Nicht die Bitten der Familie, der Vor-nehmsten, nicht meine Bitten konnten den Menschen retten. SeineMutter zog mich zu den Füßen meines Vaters, säst in eben demAugenblick, wo die Zeichen zu seinem langsamen Tode gegebenwurden wehmüthig wies mein Vater mich zurück man hörteein Getöse die Mutter schreit laut ich höre die Trommeln Gnade! rusen Gnade! das Volk jauchzt Gnade! Wirstürzen in die Fenster! Mutter da sah ich ihn!

Mad. Lerg. Wen?

Sophie. Ihn, ihn, ihn! Nur ihn! Ihn und keinenandern. Da stand er bestäubt athemlos mit zer-streutem Haar, an sein Pferd gelehnt der Unglückliche, zumMartertode entkleidet, lag dankend auf seiner Hand. Alle Ge-sichter auf ihn auf den Einzigen, den Engel der Rettung hin-gerichtet I Mein Vater fragt hinabEr hat ihn gerettet,Thurneisen hat ihn gerettet" schreit einer mehrere alle!Er lebe, er lebe!" ruft die Menge im lauten Jubel, und drängtihn so zu uns her, unter das Fenster. Er blickte herauf eswar ein Blick! o daß ich ihn nie gesehen hätte! Er erzählt, wieer das Herz des Fürsten ergriffen habe bescheiden spricht ervon sich und wenig mit Feuer von dem Fürsten meinemVater tropften Thränen herab die meinen stoffen unauf-