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Mad. Lcrg. Ach Gott! — wir werden nicht lange alleinbleiben — thun Sie zur Sache!
Sophie. Du weißt, daß vor einigen Monaten ein jungerSoldat gegen den Major Sellani, der den Menschen in ihm miß-handelte, — den Degen zog!
Mad Lerg. Das ist der, dem Baron Thurneisen das Lebengerettet hat?
Sophie. Derselbe. Nicht die Bitten der Familie, der Vor-nehmsten, nicht meine Bitten konnten den Menschen retten. SeineMutter zog mich zu den Füßen meines Vaters, säst in eben demAugenblick, wo die Zeichen zu seinem langsamen Tode gegebenwurden — wehmüthig wies mein Vater mich zurück — man hörteein Getöse — die Mutter schreit laut — ich höre die Trommeln— Gnade! rusen — Gnade! das Volk jauchzt Gnade! Wirstürzen in die Fenster! Mutter — da sah ich ihn!
Mad. Lerg. Wen?
Sophie. Ihn, ihn, ihn! Nur ihn! Ihn und keinenandern. — Da stand er — bestäubt — athemlos — mit zer-streutem Haar, an sein Pferd gelehnt — der Unglückliche, zumMartertode entkleidet, lag dankend auf seiner Hand. — Alle Ge-sichter auf ihn — auf den Einzigen, den Engel der Rettung hin-gerichtet I — Mein Vater fragt hinab — „Er hat ihn gerettet,Thurneisen hat ihn gerettet" — schreit einer — mehrere — alle!„Er lebe, er lebe!" ruft die Menge im lauten Jubel, und drängtihn so zu uns her, unter das Fenster. Er blickte herauf — eswar ein Blick! o daß ich ihn nie gesehen hätte! — Er erzählt, wieer das Herz des Fürsten ergriffen habe — bescheiden spricht ervon sich und wenig — mit Feuer von dem Fürsten — meinemVater tropften Thränen herab — die meinen stoffen unauf-