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haltsam. Er ging — das Volk ging ihm nach — ich sah ihmnach, so weit sein Federbnsch zu erkennen war — er ging undhatte mein Herz mit sich hinweggenommen.
Mali. Lcrg. Weiß ich alles?
Sophie. Wir sahen uns oft — mit jedem Tage mußte ichihn mehr ehren — mit jedem Tage liebte ich ihn mehr. Mutter,wie glücklich war ich, als ich sah, daß er für mich fühle, was ichfür ihn fühlte! Wie glücklich! — In sich gekehrt war er undfinster — ich verstand ihn doch. Er wollte mich meiden — aberdie Liebe war mächtiger. Einst warf er sich vor mir nieder —schwur mir ewige Liebe — raffte sich aus und betheuerte, daß ermich nun nie wieder sehen würde.
Lla). Lcrg. Und seitdem —
Sophie. Ich konnte nicht reden — ich hielt ihn zurück —ich hatte nicht die Kraft ein Wort hervorzubringen. — SeineVerdienste — die Güte meines Vaters — Verzweiflung — allesgab mir Muth zu hoffen — sprechen Sie mein Todesurtheil —rief er mit einer Art Wuth — sprechen Sie es — ich sank anseinen Busen — wir schwuren uns ewige Liebe I — Diesen Schwurliebe ich — wie ich ihn liebe. — Sein bin ich — sein! oder nieeines andern. — Nun weißt Du alles I
Äad. öerg. Meine Tochter! Meine Vernunft kann IhreLeidenschaft nicht billigen — mein Herz kann Ihnen Mitleiden nichtversagen, aber wie sind Sie zu retten?
Sophie. Durch Muth!
Mad. Lcrg. Der arme Gras!
Sophie. Ich darf ihn nicht hintergehen.
Mab. öerg. Ihr guter — guter alter Vater!
Sophie. Da sehe ich keinen Ausweg. Ihm werde ich dasHerz zerreißen — was ich auch thue — wie ich es auch thue —