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Henriette. Zärtliche Liebe und liebevolle Danlbarkeit sindsich begegnet, so wurde der Bund geschloffen.
Hr. Wardamm. Den ich segne —
Mad. Ward« mm. Aber was hast Du zu erzählen?
Hr. War dämm. Nun denn! — Zuerst — daß ein HauS-sermon von Dir, liebe Frau, sich besser hören läßt, als eineStrafpredigt von dem Minister.
Mad. Wardamm. Hat er Dir gesagt —
Hr. Ward» mm. Ja, ja! Er hat mir ernste Dinge gesagtund Wahrheiten. Er hat mir mit wenig nachdrücklichen Worteneine Rechenschaft als Vater abgefordert. Darauf — habe ich dießund jenes geantwortet. Er hat mich gefragt, was aus meinerWittwe werden sollte? — Ich bin verstummt. — Er hat mirgesagt, daß nicht jeder gutherzige Verschwender einen Doktor Radofände, baß nicht alle Tage eine Aufseherstelle des botanischen Gar-tens erledigt wäre. — Ich habe fest ans den Boden gesehen. —Er hat vom Alter — Krankheit — Spott — Hülflosigkeit undHunger meiner Wittwe gesprochen. — Da mußte ich weinen,herzlich und sehr heiße Thräneu weinen.
Mad. Wardamm (gerührt.) Nun, nun —
Hcnrieltc. Ach wenn er alles wüßte —
Hr. Wardamm. Wie er diese Thränen sah — fing er auvon Philippen zu sprechen.
Mad. Wardamm. Was sagte er von Philippen?
Hr. Wardamm. Daß er ein braver, fester Mensch sey, daßer ihn, durch Ernst, Arbeit und kleinen Gehalt geprüft und be-währt gefunden habe, daß ihm sein Schicksal am Herzen läge, daßer sür ihn sorgen wolle, wie ein Vater.
Mad. Wardamm. Mein guter Philipp I^Henriette. Sehen Sie nun!
Hr. Wardamm. Daß Geeger ein Narr wäre, und daß er