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Hrurieltr. Vorgefallen ist nichts — aber ich fürchte auchnichts, was Vorfällen könnte.
Hr. Ward«mm. Das ist ganz recht. Aber — steh michan. — Rothe Augen? — Henriette — Du hast geweint.Webhalb? Sey ehrlich. — Vertrauen eines zu dem andernist unser letzter Reichthum, um den wollen wir uns nicht bevor-theilen.
Henriette. Heitere Menschen sind reizbare Menschen —Lächeln und Thränen kommen beide aus derselben Quelle.
Hr. Ward «mm. Richtig I Deßhalb bist Du auch schonwieder gefaßt. Nun — kein Geheimniß, Henriette.
Henriette (gibt ihm den Brief de« Doktor Rado). Sie zwingenmich dazu; so wollte ich es nicht.
Hr. W a rd amm (nachdem er gelesen). Hm t (Er sieht Henriettenan und streichelt ihre Wangen.) Liebe Jette! (Er sieht den Brief an.)Tausend Thaler will er geben — (Er drückt den Brief ln der Handzusammen, sieht Henrietten wehmüthig an, und sagt dann tin höchste»Affekt:) Ein Schurke, der das Herz da für Geld anschlägt l
Hknriettr (umarmt lhn).
Hr. Ward amm (macht sich l»«). Laß mich. Das überwältigt
mich.
Hrnrirtte (hält ihn aus). Meine Mutter — Schonen SieSich beide.
Hr. Ward amm (bleibt stehen). Du hast Recht. Was kanndie arme Frau für meinen Glauben an die Menschen?
Heurirttk Ich lebe für Siel
Hr. War dämm (weint). Warum soll ich die arme Fraudamit quälen? Sie hat des Leidens so genug.
Hrnrirttr. Oldenfeid war ja nicht die einzige HoffnungIhres Lebens.
Hr. War-amm. Für Dich — ja!