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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
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Hrurieltr. Vorgefallen ist nichts aber ich fürchte auchnichts, was Vorfällen könnte.

Hr. Ward«mm. Das ist ganz recht. Aber steh michan. Rothe Augen? Henriette Du hast geweint.Webhalb? Sey ehrlich. Vertrauen eines zu dem andernist unser letzter Reichthum, um den wollen wir uns nicht bevor-theilen.

Henriette. Heitere Menschen sind reizbare MenschenLächeln und Thränen kommen beide aus derselben Quelle.

Hr. Ward «mm. Richtig I Deßhalb bist Du auch schonwieder gefaßt. Nun kein Geheimniß, Henriette.

Henriette (gibt ihm den Brief de« Doktor Rado). Sie zwingenmich dazu; so wollte ich es nicht.

Hr. W a rd amm (nachdem er gelesen). Hm t (Er sieht Henriettenan und streichelt ihre Wangen.) Liebe Jette! (Er sieht den Brief an.)Tausend Thaler will er geben (Er drückt den Brief ln der Handzusammen, sieht Henrietten wehmüthig an, und sagt dann tin höchste»Affekt:) Ein Schurke, der das Herz da für Geld anschlägt l

Hknriettr (umarmt lhn).

Hr. Ward amm (macht sich l»«). Laß mich. Das überwältigt

mich.

Hrnrirtte (hält ihn aus). Meine Mutter Schonen SieSich beide.

Hr. Ward amm (bleibt stehen). Du hast Recht. Was kanndie arme Frau für meinen Glauben an die Menschen?

Heurirttk Ich lebe für Siel

Hr. War dämm (weint). Warum soll ich die arme Fraudamit quälen? Sie hat des Leidens so genug.

Hrnrirttr. Oldenfeid war ja nicht die einzige HoffnungIhres Lebens.

Hr. War-amm. Für Dich ja!