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Hr. War da mm. Oldenseld ist ein guter Mensch; aber erHai doch so seine Eigenheiten in Betreff der Weltehre. Arbeitest Dusür Geld, das könnte Dich um diese Partie bringen, die doch meineliebste Hoffnung aus der Welt ist.
Henriette. Und wenn er fähig ist, deßhalb zurück zu treten,zu verlangen, daß ich seiner Begriffe wegen meinen Vater, meinentreuen ehrlichen Vater sorgen, sich kümmern lassen und müßig dasBrod, um das er sich abhärmt, empfangen soll — so verachte ichihn. Das reine, heiße Gefühl sür meinen Vater ist meine reicheAussteuer. Wer diese nicht anerkennt, ist ärmer als wir.
Hr. Wardamm. Nun, so mache es wie Du willst, undGott segne Dich! Du hast ganz recht — in unsrer Ueberzeugungliegt der wahre Werth der Dinge.
Heurl eite. Warum — was ich auch dabei zu gewinnenhabe — setzen wir unsere ganze Hoffnung aus eine Verbindung —die am Ende doch fehlschlagen kann.
Hr. Wardamm. Das nun wohl nicht —
Henriette. Ach wer weiß das? Oldenseld ist in der Ferne— die Eindrücke verlieren sich — er ist ehrgeizig —
Hr. Wardamm. Nun bei Gott, wir sind doch Leute vonEhrei
Heur teile. Sr liebt den Glanz — wir find dürftig. —So ungern ich es zugebe, so ist es doch wahr, seine Briefe werdenkälter —
Hr. Wardamm. Alles da« hast Du mir aber erst gesternwidersprochen.
Henriette. Man denkt nach, man findet dieß und jenes,und so gewöhnt man sich an die Möglichkeit zu verlieren.
Hr. Wardamm Höre einmal, Märchen — was ist bas?Hier muß etwas vorgesallen seyn.