Vierter Auftritt.
Henriette. Herr Wardamm.
Hr. Wardamm. Bist Du da mein Kind? Nun dag istgut. Ich will ein wenig bei Dir ausruhen.
Henriette (holt einen Stuhl).
Hr. Wardamm. Das ist Dankes Werth, Henriette, aberfür dießmal verstehe ich es anders. — Komm, — laß mich meinenArm um Deine Schultern und meine heiße Stirn an DeineWangen legen.
Hrnr kette. Mein guter Vater!
Hr. Wardamm (küßt sie). Du bist jung, und hast die Lebens-last noch nicht getragen, wie Deine Mutter — Dir kann ich eswohl gestehen, daß ich mich jetzt ein wenig matt fühle. (Er setzt sich.)
Henriette (stell« sich zu lhm>. Der Weg war weit —
Hr. Wardamm. Und Hartl recht Hartl Ich habe die Stellenicht erhallen, die ich wünschte. Wir müssen nun gleich auf etwasanders denken. Ich will mit meinem Sohn sprechen. Laß ihnrufen.
Henriette. Das will ich.
Hr. Wardamm. So — nun ist mir um vieler bester, weilich Dir mit ein paar Worten habe sagen können, daß ich in demAugenblicke kein Held bin.
Henriette. Ich kann arbeiten, mein guter Vater, ich kannfür Sie erwerben. Die Stelle eilt nicht so sehr.
Hr. Wardamm. Du würdest arbeiten, das weiß ich. DasBrod. das Deine Arbeit in meine Hand gäbe, würde ich mit Dankund Rührung nehmen. Aber Du darfst nicht arbeiten.
Henriette. Warum nicht?