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Hcnrirttc. Von wem haben Sie diese schrecklichen Nach-richten ?
Doktor. Das Schlimmste habe ich gesagt — lesen Sienun. (Er gibt ihr einen Brief.)
Henriette (heftig). Der ist von ihm? (Sic steht hinein.)Vom Ende vorigen Monats —
Doktor. Lesen Sie —
Henriette (liest schnell, man hört fit mit abwechselnden Em-pfindungen aussprechen) : „Adelstand erhoben — bekannte Degradationihrer Umstände — — nicht mehr daran denken — doch ans Dank-barkeit" — Lebt er denn — ist er nicht todt?
Doktor. Gehen Sie zu Ende.
Henriette (liest). „Aus Dankbarkeit dem Vater EintausendThaler — aber ihr das Wort zurück geben — verbinden mitwem sie will" — Er lebt — er lebt!
Doktor. Für Sie nicht.
Henriette. Aber er lebtl — Es ist ein unwürdigerMensch — ich werde ihn vergessen lernen — aber ich danke Gott,daß er lebt.
Doktor (ergreift ihre Hand). So habe ich Ihre Krankheiteingesehen. Ich hielt es für menschlicher, Sie auf einen Augenblickganz zu vernichten, als für lange Zeit zu lähmen.
Henriette (führt unwillkürlich seine Hand an ihr Herz). O meinFreund — mein wahrer Freund I
Doktor (mit Empfindung). Das bin ich.
Henriette. Wie bin ich getheilt zwischen dem Schmerzüber jenen Verlust und der Erkenntlichkeit für Ihre Sorgfalt IWie kann ich Ihnen danken?
Doktor. Durch ein Opfer sür den Vater.
Hrnrkette. Nennen Sie es.