Doktor. Denken Sie an Ihren Vater, an alles, was Sieibm sind. (Henriette seufzt.) Ihr guter Vater kommt bald.
Henriette. Todt? — (Sie steht ihn starr an.) Nicht mehr —
Doktor. Fiir Sie nicht mehr.
Henriette. Nicht mehr? (Sie finkt mit einem Strom vonTyrÄnen an seinen Busen.)
Doktor. Weinen Sie — weinen Sie laut und herzlich umden großen Verlust!
Henriette (schluchzt laut ohne aufzuhöre»). O mein Gott!
Doktor. Und wenn er auch lebte, war er für Sie dochlangst todt.
Henriette (richtet sich auf). Wie?
Doktor. Ihrer Thronen ist er nicht Werth.
Henriette. Das ist nicht möglich I
Doktor (zuckt die Achseln).
Henriette (steht auf. stützt sich auf den Doktor). Er konntevergessen —
Doktor. Er hat cs gekonnt.
Henriette. O meine gute Mutter hatte Recht, sie hatteRecht! Was wird sie sagen? — armer Vater, was wirst duleiden?
Doktor. Das kommt aus Sie an.
He urteile (heftig). Er konnte mich vergessen? Gewiß?
Doktor. Gewiß.
Henriette (nach einer Pause, ernst). Ich habe es nicht ver-dient. iGcrührt.) Mein Vater hat es nicht verdient.
Doktor. Der arme Mann, aus den jetzt alles einstürmt —
He urteile. Das ist es eben.
Doktor. Der von Ihnen allein seine Lebenslust und Freudeempfängt.