mit essen wollen. Ich habe gern den Herrn Doktor bei Tische.Sitzt ein Doktor neben mir — ich sage Ihnen, dann mache ichder Indigestion eine Sottise, und esse übermenschlich. Das istauch natürlich; man meint dann, man nähme die Gottesgabe miteinem Pasfirzettel zu sich. Speisen Sie heute bei mir.
Doktor. Ich kann wahrlich nicht, ich habe Kranke —
Geheimerath. Kranke? Haha — auslöschende Lichter.— Die wohnen gewiß wieder vier Treppen hoch, Wendeltreppenhinan, wo Hühner, Kinder, die halbe Pest und der Jammer beieiner Oellampe, einem Wasserkruge, auf einem Strohsack, in vierSchuh breit und sünf Schuh lang eingesperrt sind.
Doktor. Ganz recht, sehr wahr l
Geheimerath. Aber zum Henker, dafür sind Sie nichtgemacht.
Doktor. Ich bin Hülfe schuldig, wo man ihrer bedarf.
Geheimerath. Da mag ein Anfänger seine Versuche machen;der kann da neue Methoden probiren. Ueberhaupt ist ja bei derArt Leuten Ihre Kunst nicht angewendet. Was brauchen die?Etwas Rhabarber — verdünnte China, Wenns hoch kommt — einGebetbuch — und am Ende entweder ein bischen dünne Suppe,oder einen langen Kasten.
voklor. Gegen den langen Kasten — thue ich meinmöglichstes.
Geheimerath. Nun, freilich —
Doktor. Aber die Suppe ist mehrentheils die Hauptsache.
Geheimerath. Hahahal
Doktor. Und oft die größte Schwierigkeit. Bloß deß-wegen besuche ich gesunde reiche Leute, damit sie den Armen