Mad. Wardamm. Wir wollen sehen.
Hr. War da mm. Du wirst etwas ersparen, damit Du nachmeinem Tode zu leben hast.
Mad. Ward am in. Dan» bebars ich nichts. Ich bin reg-sam. Ich kann dieß und jenes vor die Hand nehmen, was ichjetzt nicht thue, um Dich nicht zu kränken. Ueberhaupt hätte ichDir ein Vermögen zugebracht, so würde ich nicht das Herz haben,Dir ein Wort zu sagen. Aber so —
Hr. Ward amm. Es wird alles gut gehen, und ich werdeDir noch recht wohl gefallen.
Mad. Wardamm. Gott gebe nur, daß Du die Menschennicht anders findest, als Du sie erwartest!
Hr. Wardamm. Das nicht. Denn — zum Exempel
— ich erwarte nicht viel: allerlei Arbeit und etwas Be-
zahlung.
Mad. Wardamm. Lieber Mann, die Menschen find meh-rentheils —
Hr. Wardamm. Was denn? — Schlecht — hart? Nein.Es ist so wenig Vergnügen bei der Härte. Vergeßlich — etwasvergeßlich find die Menschen wohl ab und an —
Mad, Wardamm. Ost stark vergeßlich.
Hr. Wardamm. Auch stark vergeßlich — ja denn. Manerinnert sie — an diesen — den Umstand — ein bischen Geduld
— und so finden sie sich wieder auf die alte Stelle.
Mad. Wardamm. Nun so geh hin zu Seegern. Wasfür eine Stelle willst Du suchen?
Hr. Wardamm. Laß Dich überraschen, Paulinchen. Ichgehe hin, aber erst mußt Du Thee mit mir trinken.
Mad. Wardamm. Nein, ich habe der Gedanken und Ge-schäfte so manche, daß ich — Und dann plauderst Du so lange —Geh, daß ich aus der Besorgniß komme, die mich quält.