Gehcimerath. Ich kann nicht, ich kann ja nicht.
Klare ab ach. Gott sey Dir gnädig, Du bist ein verlornerMensch!
Geheimer« th. Es kann seyn. Ich bin verloren, ich maggehen oder bleiben. So will ich denn bleiben, und arbeiten, undsehen was von meiner Ehre noch zn retten ist!
Llareubach. Wie kann Deine Standesehre bestehen, wenndie Herzensehre verloren geht, und die muß ja bei diesen Leutenverloren gehen! — Den ehrlichen Förster hast Du von hier gethan,weil er thut, was seiner Amtes ist — Deine Schwester weint bit-terlich — die Stadt verachtet Dich — ich habe Dir noch nichtsBöses darüber gesagt, ich will's auch jetzt nicht, weil Du michjammerst. Aber von dieser Stadt will ich wegziehen, zu dem ehr-lichen Förster hin, der mein Schwiegersohn wird.
Gcheimcrath. Ihr wollt von hier weg —
Llareubach. Ich will nicht gern. Ich werbe mit tausendThränen von meinem lieben Arbeitsplätze, und von der Arbeit,die ich hier mit Freuden und Segen treibe, scheiden. Aber da Dunicht zu retten bist, so muß ich fort.
Gehet merath. Bin ich denn schuld, daß —
Llareubach. Du trägst manche und große Schuld; DeineVaterstadt weiß es, und verachtet Dich. Ich kann Dich nicht ab-sterben sehen, Hansl Ich habe Dich wohl nicht zum vornehmenMann machen können, aber zum ehrlichen Mann habe ich Dichredlich erzogen. Ich habe des jungen Bäumchens gepflegt und ge-wartet, und nun, da es im besten Wachsthum ist — stirbt ein Astnach dem andern ab; und will kein frisches Zweiglein mehr gedeihen,so will ich meine Augen abwenden, nicht mehr hergehen und nichtleben, wo der verdorrte Baum fallen wird, den ich so lieb habe.
Gehrimrrath. Vater!