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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
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glücklich in Ihrem Besitz, denn alle Ihre Fehler liegen auf demWege zu seltnen Vollkommenheiten, und ich betheure Ihne» vorGott, ich bin nicht hoffnungslos wegen eines einzigen dieser Fehler.

Geheim c.r a t h. Sie führen mich vor das Bild einer para-diesischen Zukunft. Ich, thätig für mein Vaterland, loSgerissen vonkleinlichen Leidenschaften, gelohnt von Ihrem Beifall von IhrerFreude manchmal von Ihren Thränen. Sie sollen von Un-glücklichen, von Wittwen und Waisen mir vortragen und meinVerstand soll die Wünsche Ihres Herzens möglich machen. O Sophie,unser Hochzeitstag wird ein Fest für die Hütten im Lande.

Made m. Lcißmann. Daß er's werde, daß wir Hand inHand unsre Gelübde rein zum Altar bringen, daß wir einanderfür unsre Zukunft Gewähr leisten setze ich vor unserer Verbin-dung, kraft Ihres heiligen Versprechens, als Braut, zwei Be-dingungen fest, ohne deren Erfüllung ich nicht Ihre Frau werde.

Gchcimerath. Reden Sie, daß ich danken und versprechen

kann.

Äladcm. Lelßmaun. Die erste ist, daß, durch Sie be-wogen, von Ihnen überzeugt, mein Vater selbst der Erbschaft ent-sage, die er heute gewonnen hat; der Erbschaft, die o Klaren-bachl hier muß die Tochter schweigen, und Ihre Ueberzeugungmuß vollenden, was mein Herz zerreißt!

Gchcimerath (schlügt die Hände zusammen).

Madrm. Nklßmanu (nach einer Pause). Die zweite Be-dingung ist, daß Sie, da ich sehr wohl fühle, daß ich viel fordre,so gewiß und wahr ich nicht weniger fordern kann, daß Sie denZustand der Ungewißheit enden, und mir hierüber diesen Nach-mittag um drei Uhr eine Antwort bringen. Nicht hierher, sondernan den Ort, den Ihnen (zieht ein gesiegelte« Billet vor) dieß Billetbestimmt. Sie dürfen es nicht eher eröffnen, als fünf Minutenvor drei Uhr. Geben Sie mir daraus Ihre Hand.

Zffland, theatxal. Werke. VIU.

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