geht eS Mich an! (Hebt ihn auf und geht ein paar Schritte.) Wenn
mir aber Gernau draußen begegnete, so sähe es aus, als verberge
ich mein Geheimniß — Ach! (Setzt ihn von sich auf die Erde.)Aber mein Bruder schickt es doch! jemand, der ein Recht dazuhat, sagte ja der Mensch — das ist mein Bruder — und so darf
ich es ja ansehen — Zudem schickt gewiß der Vater die Meubeln
wieder zurück, dann geht dieß auch wieder mit; wenn ich es nunnicht einmal angesehen hätte, so wäre es ja, als wenn ich denBruder verachtete. — Nein, aufmachen und ansehen will ich dieSachen — aber behalten will ich gewiß kein Stück. (Kniet hin,schneidet die Binder los, öffnet den Deckel, springt auf.) Ach wie schön!(Kniet wieder hin.) Ein Halbmantel I — Ach die schönen Blonden!— Hm! je nun — Ein Halbmantel ist Bürgertracht — denkönnte ich allenfalls behalten. (Nimmt ihn um.) Wie für mich be-stellt! (Kniet wieder hin.) Ein Hut! — recht hübsch — aber eineFeder daran — nein, bewahre mich Gott! — (Pause.) Ja, wenndie Feder nicht wäre — ohne Feder könnte ich ihn tragen. Einartiger Hut, wie er mir nur lassen möchte? (Setzt ihn auf undgeht an den Spiegel.) Nicht übel — und die Haube unter demHute — das sieht aus, wie das Gemälde von der schönen Eng-länderin, bei meinem Bruder! (Geht zurück.) Was ist der rotheZeug — (Nimmt ein Kleid heraus.) Rosa — (Erschrickt und ruftlaut): Atlaß! (Das Kleid fällt auf den Boden.) Atlaß — Gottbehüte mich vor Atlaß — das schreit und glänzt, und fordert alleNachbarn an die Fenster — (Hebt das Kleid auf.) Wenn ich nurnichts verdorben Habel (Legt es über einen Stuhl, kniet nieder undsucht weiter.)