mein Mann, ohne dessen Wissen ich rede. Ob ich wünschen soll —entscheiden Sie. Man sagt mir, Listenfeld habe meiner SchwesterVermögen in Bergwerken riskirt — muß er dieß Vermögen jetztherausgeben — so ist er gestürzt.
Namst ein. Er bezahlte —
Hosräthin. Ich kenne Ihre Güte; aber Sie kennen auchdas Ehrgefühl meines Mannes. So wie Sie die Heirath erklären,zahlt er und richtet sich zu Grunde.
Nam st ein. Ich kenne ihn, das würde er.
Hosräthin. Und möchte es. Aber — er, der mich nochglücklicher zu machen viel aufopferte, besten großes Talent das Strebennach glänzendem Glück so verzeihlich macht — wie würde er ver-spottet, gehemmt, vernichtet werden I Soll nun Ihr Glück ihnganz zu Grunde richten?
Namstciu. Beim Himmel nicht.
Hosräthin. So gäbe es nur Ein Mittel — meinen Mannzu erhalten und auch das Ehrgefühl zu schonen — das seinesLebens Herz ist. — Meine Schwester ist jung — sehr jung.Wenn Sie nun meinem Mann erklärten, Sie wollten aus eigenerBewegung noch warten. Zwei Jahre gehen bald hin, indeß er«holt sich mein Mann — was sagen Sie? —
Kamst ein. Es ist ein Opfer.
Hofrälhiu. Ach ich habe zu viel gefordert! Vergeben Sie.Das sorgsame Weib darf ja Dinge erbitten, damit der entschlosseneMann nicht entgegen kämpfe.
Namstciu. Es kostet mich viel — aber ich fühle die Noch-Wendigkeit; ich warte. Wenig M üschen werden es begreifen —wenig Menschen sind Freunde.
Hosräthin. Ramstein — die Opfer der Freundschaft er-quicken und glänzen nicht. Sie geben Genesung, Leben undWonne — und nehmen zum Lohne — genügsam eine ThräneJffland, theatxal. Werke. VII. 14