139
Friedrich (schnupft). Wie lauter Blumen, wahr und wahr-haftig I
Margret he. Und viel mehr soll Er haben, wenn Seinemassive Ehrlichkeit nicht Lärm darüber schlügt, daß meine Mamselldas Gut von Seinem Herrn gekauft hat.
Friedrich. Sagt, die Mamsell?
Margrcthe. Ja. Geschehen ist es nun doch, denn ebenhabe ich die Ohrringe dafür gebracht.
Friedrich. Ohrringe? Ohrringe für ein Gut! Geh —Du machst mich heiß. Wenn meine Ehrlichkeit massiv ist, so istsie dafür auch ganz. Um Kaffee und Tabaks willen brennt schonmancher Bediente bei dem — Gott sey bei uns. Packe Sie Sichfort, Sie, die Zettelchen, die Bestellungen und der Tabak, zuIhrer Jesabell. (Er hat sie hastig nach per Thür geführt).
Zweiter Austritt.
Friedrich. Hosrath. Rath Berg.
Hosrath. Was gibt es?
Friedrich. Ich — meinte nur so — gegen JungferMargrethen —
Hosrath. Worüber lärmtest Du?
Friedrich. Daß sie — daß ich den Pariser Tabak nichtmehr recht vertragen kann.
Hosrath. Gewöhne Dir das bäurische Toben ab. — Istder alte Werner vom Gute in der Stadt?
Friedrich (seufzt). Jal
Hosrath. Wenn er kommt, daß man ihn zu mir schickt,gerade zu mir. — Jetzt geht — woraus wartet Ihr?