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Henriette (gibt ihn hin). Von Herzen gern.
Fräulein (sucht was sic Ihr geben könnte, erblickt den Ring undruft laut auf): Ach! — diesen Ring kann ich Dir nicht geben —
es ist mein Brautring.
Hcnricitc (freudig erstaunt). Braut?
Fräulein (hastig). Der Präsident!
Henriette. Der ist Ihr Bräutigam — (in lauter Freude.)Gott sey Dank!
Fräulein. Pst! Die Präsidentin.
Henriette. Gott sey Dank, daß Sie hier aus dem Jam-merthale wegkommen — wie oft, wie oft habe ich Sie beklagt, umSie geweint — was haben Sie nicht hier leiden muffen I
Fräulein. Pstl
Henriette. Die Frau Präsidentin ist eben weggegangen.Ich möchte alles thun, was Sie von mir verlangten, sagte sie —
Fräulein (gerührt). Sagte sie das?
Henriette. Ja. Ehe sie ging, legte sie die Hand aufIhre Stirne und sagte — so vous psrckonns.
Fräulein (mit inniger Rührung). Auch ich verzeihe (nach derThür wohinaus die Präsidentin gegangen ist, gewendet) — ich verzeihealles. (Zu Henriette.) Komm! laß uns zu ihr gehen.
Henriette. Ach! — Noch nicht.
Fräulein. Warum nicht? Ich bin so glücklich I So übermein kühnstes Hoffen hinaus — glücklich I Wie könnte ich in Un-frieden mit jemand seyn? Ich muß es ihr — ich muß es jeder-mann sagen, daß ich nun ganz glücklich bin. (WM gehen.)
Henriette. Hernach. — Gehen Sie jetzt auf Ihr Zimmerund sammeln Sie erst mehr Kräfte.
Fräulein (steht auf ihren Ring). Wie Du meinst — jaich will alles thun — ach ich möchte gern thun, was alle Weltmit mir zufrieden macht. Ich bin ja von allen, allen die leben,