82
freundlich auf mich herab und sey mein Schntzgeist — ich habedein Andenken nicht entehrt. Verklärter Dulder — zeige du mirdas Land wohin ich gehen soll l (Sie trocknet ihre Augen.) Darfich jetzt mich beurlauben —
Präsidentin. Ich gebe Ihnen zwanzig Karolin Reisegeld.
Fräulein (verneint es mit sanftem Kopfschütteln).
Domherr. Bei Gott sehr zeoereune. Sinn bei mir solldenn auch die Rechte nicht wissen, was die Linke thut — es seydrum — in Gottes Namen, geben Sie ihr noch obenein fünfKarolin für mich mit auf den Weg. Aber den Namen abgelegt —
Fräulein (zur Präsidentin). Lassen Sie mir das Gefühl,daß ich von nun an für mich allein sorge und verkennen Sie michnicht, wenn ich Ihr Geschenk verdanke — aber verbitte. (ZumDomherrn.) Das Ihrige, mein Herr, würde mich entehren. (ZurPräsidentin.) Mögen Sie in keinem schmerzlichen Augenblicke IhresLebens sich erinnern — wie hart Sie die arme Sophie entlassenhaben, die nichts verschuldet hat — als daß sie der Stimme ihresHerzens nicht gebieten konnte.
lSie geht, in der Thür begegnet ihr der Präsident.)
Ginster Austritt.
Vorige. P rä si de nt Le c r f«> d.
Fräulein (erschrickt, verneigt sich vor ihm und will gehen).Domherr (steht betroffen da).
Präsidentin. Mein Herr, was wollen Sie hier?Präsident (zu Fräulein Lehning). Bleiben Sie.Präsidentin (zu Fräulein Lehning). Forti