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Priifibentenl Er kommt wieder in die Niedrigkeit. — Hm! Jetztwerden sie auf einmal alle beide keine Jnclination mehr zu ein-ander tragen.
Fräulein (halt das Tuch vor das G-.gchtd Sie nehmen eineschreckliche Genugthunng I
Präsident in. Zum Ende denn. Was wollen Sie jetztbei mir?
Fräulein. Ohne Heuchelei, recht herzlich für alles danken,was Sie durch vier Jahre für mich gethan haben — meinenehrlichen Namen Ihrem Herzen und ihrem Verstände empfehlen,Sie bitten, daß Sie unserm Geschlecht die Zartheit erweisen
mögen, deren Sie mich selbst nicht mehr für Werth halten-
und dann, daß Sie mir erlauben wollen, sogleich dieß Haus znverlassen.
Präsidentin. Fort müssen Sie; aber es war an Ihnen,meine Entscheidung abzuwarten. Wo wollen Sie bin —
Fräulein (verlegen). Ich denke, einige Zeit noch hier beiMadam —
Domherr. So? von der Gnädigen Frau zu einer Madam?
Präsidentin. Hier können Sie nicht bleiben.
Fräulein (gebeugt). Nicht?
Präsidentin. Sie müssen aus der Stadt gehen, das ver-lange ich schlechterdings.
Fräulein (weint). Nicht einmal in der Stadt bleiben?(Sie steht au den Himmel.) Wo soll ich hin? (Sic sucht sich zufassen.) Sie haben Recht. Ja — Sie sehen weiter als ich!(Seufzt.) Meine Ehre fordert es — ich will fort in die Welt!(Mit gefalteten Händen aufblickend.) Mein Wille war rein undlauter wie mein Herz! Guter, seliger — seliger Vater! — Blicke
Jffland, theatral. Werke. VII 6