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7 (1859) Frauenstand Die Höhen
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Priifibentenl Er kommt wieder in die Niedrigkeit. Hm! Jetztwerden sie auf einmal alle beide keine Jnclination mehr zu ein-ander tragen.

Fräulein (halt das Tuch vor das G-.gchtd Sie nehmen eineschreckliche Genugthunng I

Präsident in. Zum Ende denn. Was wollen Sie jetztbei mir?

Fräulein. Ohne Heuchelei, recht herzlich für alles danken,was Sie durch vier Jahre für mich gethan haben meinenehrlichen Namen Ihrem Herzen und ihrem Verstände empfehlen,Sie bitten, daß Sie unserm Geschlecht die Zartheit erweisen

mögen, deren Sie mich selbst nicht mehr für Werth halten-

und dann, daß Sie mir erlauben wollen, sogleich dieß Haus znverlassen.

Präsidentin. Fort müssen Sie; aber es war an Ihnen,meine Entscheidung abzuwarten. Wo wollen Sie bin

Fräulein (verlegen). Ich denke, einige Zeit noch hier beiMadam

Domherr. So? von der Gnädigen Frau zu einer Madam?

Präsidentin. Hier können Sie nicht bleiben.

Fräulein (gebeugt). Nicht?

Präsidentin. Sie müssen aus der Stadt gehen, das ver-lange ich schlechterdings.

Fräulein (weint). Nicht einmal in der Stadt bleiben?(Sie steht au den Himmel.) Wo soll ich hin? (Sic sucht sich zufassen.) Sie haben Recht. Ja Sie sehen weiter als ich!(Seufzt.) Meine Ehre fordert es ich will fort in die Welt!(Mit gefalteten Händen aufblickend.) Mein Wille war rein undlauter wie mein Herz! Guter, seliger seliger Vater! Blicke

Jffland, theatral. Werke. VII 6