gangen haben und sich einen schlechten Namen gemacht. Es istrecht verabscheuungswürdig von Ihnen. Wissen Sie das? Hel
Fräulein (zur Präsidentin). Haben Sie Ihren Zorn dahingeschärft, daß ich das tragen soll? Nein, das haben Siegewiß nicht.
Domherr. Ich werde es aber unter die Leute bringen,welches Geistes Kind Sie sind!
Präsidentin. Es ist fast nöthig, denn Fräulein Lehningwird nun sehr unvortheilhafte Schilderungen von mir entwerfen.
Domherr. Das mag sie. Stadt und Land weiß doch,daß sie hier von Ihnen Kleidung, Nahrung und Obdach em-pfangen hat.
Fräulein. Das werde ich überall dankbar erzählen. Ichzweifle nicht, die Frau Präsidentin wird mir die Gerechtig-keit erweisen, selbst hinzuzusetzen, daß ich dafür recht nnver-
drosfen ihrer Dienste mich angenommen habe — wie Magd und
Schwester.
Domherr (steht auf). Da haben wir das hochfahrendeluALiiiuin! — Das ist der Präsidentsche Geist. Was? IstIhnen hier nicht unverdienter Weise alle Ehre widerfahren?— Haben Sie nicht den guten Platz im Wagen gehabt? Wie?
Sind Sie nicht in der 8oeieto beim Spiel zugelassen worden,auch wenn unser Eins da war? He? — Sapperment nocheinmal! — Die Frau Präsidentin excusiren — aber Uberden Undank dieser gegenwärtigen Fräulein, überfällt mich derZorn dermaßen — ja wenn sie nicht aus einem alten Hanse
wäre — so — so —
Präsidentin. Man muß wohl der Liebe manches zu Gutehalten.