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Fräulein. Sie sind sein Freund und bedenken sich! Wegeneines armseligen Ceremoniells sagen Sie, dieß ist nicht die schicklicheStunde zur Rettung meines Freundes? Ach die schicklichenMenschen — sie lassen so vieles dahin gehen, ach der Augenblickkehrt nimmer, nimmer Wiederl
Sekretär. Fräulein! Sie thnn mir Unrecht! Aber —Fräulein. O daß ich ein Mann wäre und sein Freund!ich riefe ihn dort weg. Ich würde dem Minister sagen — schicktes sich nicht, daß ich jetzt hier eintrete, so schickt es sich, ein Buben-stück zu zerstören. Deßhalb bin ich hier. Menschenheil ist mehrals Ceremoniell — sind Sie des Landes gewissenhafter Vorsteher,so wüsten Sie das fassen und mein Herz. (Sie reicht ihm den Hut.)Fort — fort, daß nicht das Mädchen dem Manne vorauseile. Wodie Berührung von dem verbrauchten Herzen abgleitet — reißt dieErschütterung fort, und wider Wissen und Willen waltet die Mensch-lichkeit unter dem glänzenden Sterne! (Sie ergreift ihn.) Fort,retten Sie Ihren Freund! (und reißt ihn fort.)
Sekretär. Ja — es sey unternommen.
Präsidentin (von außen). Einfältige Antwort!
Sekretär (bleibt st-hen). Die Präsidentin.
^Fräulein (schrickr zurück). Mein Gott!
Fünfter Austritt.
Vorige. Präsidentin.
Präsidentin (tritt lebhaft ein). Hier sind Sie zn finden,Fräulein von Lehning?