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Sekretär. Mein Gott — was kann das für ein Papierseyn?
Frän lein. Etliche Briesbogen waren es. Der Amtmannriß sie zu sich, blickte hinein, fuhr auf und rief überlaut — „Gottkann ihn nicht retten, er ist verloren I" Gleich setzte er sich wiederund schrieb etwas daraus ab. Ich weinte — ergriff die Hand derPräsidentin, sie riß sich ungestüm los. Ich schloß sie fest in meineArme. Seyn Sie gerecht, seyn Sie großmüthig, rief ich ihr zu —geben Sie jenes Papier nicht ans Ihren Händen. Sie war nichtzu gewinnen. Der Domherr gab ihr ein Zeichen zu schweigen —„gehen Sie," rief sie mir zu, „und kommen nicht, bis ich Sie rufenlaste" — da bin ich nun, retten Sie ihn. Ist es wahr, daß seinSchicksal in der Hand der Präsidentin steht — Ach I so soll er siegewinnen und sein Glück retten!
Sekretär. Gute, edle Seele!
Fräulein. Verlieren Sie keinen Augenblick. Wo ist er?Rufen, suchen Sie ihn. Er soll kommen, hinaufgehen, geradehinein und mitten unter sie treten, so wird er sie verwirren I Ersoll sagen, daß er alles Wiste — er soll sagen, daß er von miralles Wissel Sie werden mich ans dem Hause weisen? Was liegtdaran! Wenn ich ihn nur gerettet weiß!
Sekretär. Und wenn er nun bloß dadurch zu retten seynkönnte, daß er der Präsidentin seine Hand bietet?
Fräulein. So habe doch ich ihn gerettet! Ich will nichtwissen was nachher geschehen kann, schaffen Sie ihn nur jetzt hier-her, daß nicht die Bösewichter mit diesem guten, reinen, edlenHerzen ihren Spott treiben! — Gehen Sie doch, o! gehen Siedoch —
Sekretär (unruhig). Er ist bei dem Minister —
Fräulein (entschlossen). Rufen Sie ihn von dort weg.
Sekretär. Das geht nicht an. Bedenken Sie nur —